Diskutieren Sie mit!

Einloggen mit

oder

Anmelden

Neu registrieren

Wenn Sie noch kein Diskussionsteilnehmer sind, dann können Sie sich hier registrieren.

Unsere Kommentar- und Community-Richtlinien

Diese Plattform dient dem gemeinsamen Austausch. Die Kommentarfunktion soll eine sachliche Diskussion ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu löschen, die einer solchen Diskussion nicht förderlich sind und sich nicht auf die Beiträge beziehen. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Kommentar-Richtlinien.

Wie die E-Mobilität die Zukunft nachhaltig verändert

METRO Österreich lud zur "Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels – Edition Alpbach"

Copyright: Katharina Schiffl

METRO Österreich hat am 30. August im Rahmen der "Wirtschaftsgespräche" beim Europäischen Forum Alpbach zur "Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels – Edition Alpbach" geladen. Für die Veranstaltung wurde ein Thema gewählt, mit dem sich immer mehr Menschen befassen, und das – im wahrsten Sinne des Wortes – bewegt: Die E-Mobilität und wie sie die Zukunft nachhaltig revolutioniert. Rund 100 geladene Vertreter aus den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft sind der Einladung von METRO auf die Bischofer Alm gefolgt.

Keynote-Speaker war Markus Kreisel von Kreisel Electric, jenem Unternehmen aus Oberösterreich, das mit der Entwicklung einer leistungsstarken Batterie für Elektroautos derzeit international für Aufsehen sorgt. Auf dem Podium diskutierten im Anschluss Arno Wohlfahrter, Generaldirektor von METRO Österreich, Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der Verbund AG, Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der OMV AG und Markus Kreisel unter der Leitung von Martina Salomon, stv. Chefredakteurin des „Kurier“.

Nachhaltiges Bauen spart Kosten

Generaldirektor Arno Wohlfahrter erläuterte das Selbstverständnis von METRO, aktiv gesellschaftliche wie ökologische Verantwortung zu übernehmen und dies entlang der gesamten Wertschöpfungskette: "Auch beim Strom wird  – ebenso wie bei den Lebensmitteln – die Nachverfolgbarkeit und der Herkunftsnachweis zunehmend wichtiger. Um ein ganz konkretes Beispiel zu nennen: In St. Pölten errichten wir derzeit einen Null-Energie-Markt, der im Herbst eröffnet wird. Der Energiebedarf dort wird unter anderem über die eigene Photovoltaikanlage generiert. Unser Großmarkt in St. Pölten ist ein Beispiel dafür, dass ein Industriegebäude nicht teurer sein muss, wenn es nachhaltig gebaut wird. Die Betriebskosten des Marktes sind viel geringer, und damit ergibt sich über den Lebenszyklus ein sehr erfolgreicher Business Case.“

Bild vergrößern
Von links nach rechts: Arno Wohlfahrter (METRO), Rainer Seele (OMV), Martina Salomon (Kurier), Markus Kreisel (Kreisel Electric), Wolfgang Anzengruber (Verbund AG)

METRO Österreich ist bereits elektrisch unterwegs: Im Großraum Wien mit dem METRO-Express, mit dem den Gastronomie-Kunden ihre Produkte innerhalb von drei Stunden mit Elektroautos zugestellt werden. Wohlfahrter: "Unsere Motivation dahinter war es zu lernen, wie E-Mobilität funktioniert, denn die Belieferung unserer Kunden ist ein wichtiger Teil unseres Geschäftsmodelles. Tatsache ist, dass sich Industriezweige zu verschränken beginnen und neue Eco-Systeme entstehen."

Die Energiewende braucht Speicher

Wie sieht die OMV AG das Potential der E-Mobilität? Vorstandsvorsitzender Rainer Seele: "Für die OMV ist entscheidend, welches Marktpotential da ist. Denn im Endeffekt hängt es von der Bevölkerung ab, wie weit sie bereit ist, sich auf das Thema E-Mobilität einzulassen. Wenn sich ein attraktiver Markt entwickelt und die Wirtschaftlichkeit gegeben ist, werden wir anfangen, ein flächendeckendes Netz aufzubauen; auch für Wasserstoffmobilität, nicht nur für E-Mobilität. Denn wofür wir uns als OMV einsetzen ist, dass wir uns nicht ausschließlich auf die E-Mobilität verlassen, sondern wir werden uns jedenfalls darauf einstellen, künftig einen Energiemix an unseren Tankstellen anzubieten.“

Bild vergrößern
Kreisel Electric G Wagon 9

Ist die Elektromobilität ein Strohfeuer oder "the next big thing" das alles verändern wird? Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der Verbund AG: "Der Zug erneuerbare Energie ist nicht mehr umkehrbar, aber wir haben eine volatile Energieerzeugung und für eine Energiewende brauchen wir Speichermöglichkeiten. Den Wandel in der Mobilität darf man nicht als negativ empfinden. Er ist eine Chance für unseren Standort. Denn einen Technologiewechsel durchzuführen, ist ein Konjunkturprogramm. Österreich hat etwa 4,7 Mio. PKWs. Wenn wir alle auf Strom umstellen, würden wir beim heutigen Fahrverhalten in Österreich lediglich um 13 Prozent mehr Strom brauchen." 

Keynote-Speaker Markus Kreisel ist einer von drei Brüdern aus Oberösterreich, die der Elektromobilität quasi im Vorbeigehen zum Durchbruch verhelfen. Die Batteriesysteme von Kreisel Electric sind leistungsstärker, leichter und langlebiger als alles, was bisher auf dem Markt war. Vor fünf Jahren gegründet, erzielte das Unternehmen vom Start weg Gewinne und wurde als Erfinder des "Wunderakkus" bereits international mehrfach ausgezeichnet. 

Markus Kreisel: "Die Marktsättigung im Bereich Elektromobilität liegt bei 2 Prozent, das heißt 98 Prozent liegen noch vor uns. Im Jahr 2025 sind zwei von drei der neuangemeldeten Autos elektrisch betrieben. Elektromobilität bietet meiner Ansicht nach Chancen für die Region, um von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden. Denn durch erneuerbare Energie und Elektromobilität wird Energie nachhaltig und regional erzeugt, gespeichert und verbraucht. Und das oft kritisch beurteilte Thema Recycling der Batteriezellen sehe ich nicht als Problem, sondern als Chance."

Daniel Florian

Informationen zum Autor

Daniel Florian ist Leiter Nationale Politik der METRO.