Diskutieren Sie mit!

Einloggen mit

oder

Anmelden

Neu registrieren

Wenn Sie noch kein Diskussionsteilnehmer sind, dann können Sie sich hier registrieren.

Unsere Kommentar- und Community-Richtlinien

Diese Plattform dient dem gemeinsamen Austausch. Die Kommentarfunktion soll eine sachliche Diskussion ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu löschen, die einer solchen Diskussion nicht förderlich sind und sich nicht auf die Beiträge beziehen. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Kommentar-Richtlinien.

Faire Beziehungen entlang der Lieferkette sicherstellen

Gespräch mit EU-Kommissaren Katainen und Hogan

Im Rahmen des CEO-Meetings des European Retail Round Table (ERRT) hat Olaf Koch, Vorsitzender des Vorstandes der METRO AG, den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Jyrki Katainen, zuständig für Arbeitsplätze, Wachstum, Investment und Wettbewerbsfähigkeit und den Kommissar für Landwirtschaft, Phil Hogan, getroffen. Marktmacht in der Lebensmittellieferkette und die Weiterentwicklung des Binnenmarktes waren zentrale Gesprächsthemen.

Im Rahmen des CEO-Meetings des European Retail Round Table (ERRT) am 29.Mai hat sich Olaf Koch sowohl mit den CEOs weiterer ERRT-Mitgliedsunternehmen, als auch mit hochrangigen Vertretern der EU-Institutionen ausgetauscht. Olaf Koch übergab turnusgemäß die Präsidentschaft des ERRT an Frans Muller, CEO von Delhaize.

Diskussion über Lebensmittellieferkette

Bei Kommissar Phil Hogan adressierten die CEOs vor allem das Thema Marktmacht in der Lebensmittellieferkette. Die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung zur Einschränkung unfairer Handelspraktiken wird in Brüssel immer wieder neu diskutiert. Insbesondere der Landwirtschaftskommissar der neuen Juncker-Kommission Hogan hat sich zum Ziel gesetzt, Handelspraktiken in der Lebensmittellieferkette in der EU zu bewerten und gegebenenfalls entsprechende legislative Vorschläge einzubringen. Die Debatte wurde in den letzten Tagen zudem befeuert, da die Landwirtschaftsminister von sieben mittel- und osteuropäischen Ländern die EU-Kommission in einem Brief dazu aufgefordert haben, die Marktmacht des Handels in der Lebensmittellieferkette, die ihrer Ansicht meist zu Lasten der Landwirte und verarbeitenden Unternehmen gehe, gesetzlich zu regeln.

Olaf Koch und die anderen CEOs betonten gegenüber Kommissar Hogan, dass die Supply Chain Initiative (SCI), in der sich die Akteure der Lieferkette zusammengeschlossen haben, hierfür einen effektiven Lösungsansatz darstelle. Bis auf wenige Ausnahmen beteiligt sich der Agrarsektor nicht an der freiwilligen Initiative, die zum Ziel hat, faire Handelsbeziehungen entlang der Lebensmittelversorgungskette sicherzustellen.

Die METRO GROUP ist als eines der ersten Unternehmen der SCI beigetreten. Bis heute haben sich 196 Unternehmen über alle EU Mitgliedsstaaten hinweg zur SCI verpflichtet –Agrarunternehmen, Hersteller, Einzel- und Großhändler.

Principles of Good Practice 

Hogan versicherte, dass er der SCI positiv gegenüber stehe und sich im Gespräch mit dem Europäischen Bauernverband für deren Teilnahme an der Initiative einsetzen werde, um im Gespräch miteinander zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Außerdem bekannte er sich zum Wettbewerb und sprach sich gegen Eingriffe in den Markt aus. Er wolle keine Gesetzgebung, um die Beziehungen der Lieferkette zu regeln.

Weiterentwicklung des Binnenmarktes forcieren

Insbesondere an Kommissions-Vizepräsident Katainen trugen die CEOs heran, dass der Handel bei der Weiterentwicklung des Binnenmarktes eine zentrale Rolle spiele und dass Konsumenten erst dann vollumfänglich von den Vorteilen des Binnenmarktes profitieren können, wenn die EU die entsprechenden Voraussetzungen schaffe, insbesondere in Bezug auf die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes und des Aufbaus eines digitalen Binnenmarktes.

Julia Münch

Informationen zum Autor

Julia Münch ist als Referentin für westeuropäische und EU-Politik in der Konzernzentrale der METRO tätig.