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Bundestag verabschiedet Gesetz zur Einführung einer Frauenquote

Durchbruch bei Frauenquote

Nach jahrelangen Diskussionen über die Einführung einer Frauenquote für Unternehmen hat der Deutsche Bundestag nun ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Ab 2016 wird es damit eine Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten börsennotierter und mitbestimmungspflichtiger Unternehmen geben. Für weitere Unternehmen gilt die Pflicht zur Festlegung von Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils.

Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Bundestag am 06. März 2015 das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst angenommen. Das von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesjustizminister Heiko Maas vorgelegte Gesetz, hat das Ziel, den Anteil von Frauen in den Führungsgremien von Wirtschaft und Verwaltung wesentlich zu erhöhen.

Seit 20 Jahren garantiert das Grundgesetz in Art. 3 die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen. Sie ist aber nicht Lebensrealität. Solange Gleichberechtigung nicht verwirklicht ist, brauchen wir Gesetze, die sie voranbringen.

Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Frauen sind ein Gewinn für die Wirtschaft. Die Quote wird Strukturen aufbrechen und die Unternehmenskultur verbessern. Mehr Frauen in Führungspositionen werden andere Frauen nachziehen. Es wird mehr Frauen auf allen Hierarchieebenen geben.

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Regelungen im Detail

Für Aufsichtsräte von Unternehmen, die börsennotiert sind und der paritätischen Mitbestimmung unterliegen, gilt mit dem neuen Gesetz künftig eine Geschlechterquote von 30 Prozent. Nach Angaben der Bundesregierung sind von dieser Regelung 108 Unternehmen betroffen.  Sie müssen die Quote ab 2016 sukzessive für die dann neu zu besetzenden Aufsichtsratsposten beachten.
Unternehmen, die entweder börsennotiert oder mitbestimmt sind, müssen nach dem neuen Gesetz bis spätestens 30. September 2015 eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Vorständen, Aufsichtsräten und den oberen Management-Ebenen festlegen.  Über die Zielgrößen und deren Erreichung müssen sie öffentlich berichten. Von dieser Regelung sind rund 3500 Unternehmen betroffen.

Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit bei der METRO GROUP

Die METRO GROUP fördert im Rahmen ihres Diversity Managements seit Jahren die berufliche Chancengleichheit von Männern und Frauen und arbeitet daran, den Anteil von Frauen in Führungspositionen auszubauen. Derzeit beträgt der Anteil von Frauen, die in der METRO GROUP auf den so genannten „Führungsebenen eins bis drei“ arbeiten, 18,5 Prozent.
Bis 2017 soll diese Quote deutlich steigen – konzernweit auf 25 Prozent. Dies verkündete der Vorstand der METRO AG im Rahmen der Hauptversammlung am 20. Februar 2015.

Eine vielfältige Zusammensetzung der Belegschaft ist entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Wir setzen auf langfristige und vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Kunden, die ebenso vielfältig wie unsere Mitarbeiter sind. Vielfalt und damit auch ein angemessener Anteil von Frauen muss sich daher in allen Bereichen unseres Unternehmens widerspiegeln – gerade auch in den Spitzenpositionen.

Heiko Hutmacher, Mitglied des Vorstand und Arbeitsdirektor der METRO AG

Schon 2011 hatte sich die METRO GROUP gemeinsam mit weiteren börsennotierten deutschen Unternehmen freiwillig dazu verpflichtet, den Anteil von Frauen auf den Führungsebenen eins bis drei weiter auszubauen.
Mit einem Frauenanteil von derzeit 25 Prozent ist auch der Aufsichtsrat der METRO AG auf einem guten Weg, die zukünftig gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote zu erfüllen. Nach der Hauptversammlung 2016 sollen mindestens 30 Prozent der Aufsichtsräte auf Arbeitgeber und auf Arbeitnehmerseite weiblich sein. 

Weitere Informationen zu den Zielen für die Zusammensetzung des Vorstands, des Aufsichtsrats und der oberen Managementebenen finden sich im Geschäftsbericht sowie im Corporate-Governance-Bericht der METRO AG.

Mitarbeiternetzwerk „Women in Trade“

Die Vielfalt und Chancengleichheit im Unternehmen zu fördern, beschränkt sich bei der METRO GROUP nicht nur auf die Vorgabe von Zielgrößen. Ein konkreter Ansatzpunkt ist etwa das 2012 gegründete Mitarbeiternetzwerk Women in Trade (WiT). WiT möchte dazu beitragen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen nachhaltig zu steigern, den internen und externen Dialog zu fördern und bessere Rahmenbedingungen für Frauen im Konzern zu schaffen.

Das Netzwerk Women in Trade ist auf Initiative unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstanden und lebt von ihrem Engagement und ihren Ideen. Es hat sich in kürzester Zeit im Unternehmen etabliert und bietet ein Forum für den informellen Austausch zu Themen von Frauen im Handel.

Andrea Schmitz, Head of Employer Branding, Inclusion & Diversity der METRO AG
Stefanie Awe

Informationen zum Autor

Stefanie Awe ist als Referentin Nationale Politik im Konzernbüro Berlin der METRO tätig.