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Positive Tendenz beim Verbraucherschutz

Repräsentative Studie zu Verbraucherschutz und Verbraucherpolitik

Verbraucherschutz und Verbraucherpolitik unterliegen im 21. Jahrhundert einem grundlegenden Wandel. Gesellschaftlich, ökonomisch und regulativ stellen sich beständig neue Fragen: Welchen Schutz benötigen digital natives? Welche neuen Instrumente gibt es? Und wie sieht eine moderne Verbraucherpolitik aus?

Um mehr über die Einstellungen und Präferenzen der Bevölkerung zum Thema Verbraucherschutz zu erfahren, hat die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) diesen Sommer die in ihrem Auftrag vom Allensbach-Institut durchgeführte Studie „Verbraucherschutz und Verbraucherpolitik im Urteil der Bevölkerung“ veröffentlicht.

Die Befragung sollte unter anderem Auskunft darüber geben, wie gut sich Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland geschützt fühlen, welche Erfahrungen mit dem Verbraucherschutz sie bereits gemacht haben, welche Akteure sie aus diesem Themenbereich kennen und was sie von Verbraucherschützern wie -Politikern erwarten. Dazu wurden insgesamt 1.384 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahre mündlich-persönlich geführt.

Widersprüchlich liest sich dabei auf den ersten Blick die Einschätzung zum Verbraucherschutz bei Lebensmitteln. Zwar wünschen sich 26% der Bevölkerung einen besseren Verbraucherschutz bei Lebensmitteln und werten diese damit – nach Versicherungen, Finanz- und Telekommunikationsdienstleistungen -  auf den viertschlechtesten Platz. Gleichzeitig gaben aber auch 59% an, dass sie sich beim Erwerb von Lebensmitteln als Verbraucher gut geschützt fühlen -  der drittbeste Platz nach elektronischen Haushaltsgeräten und Medikamenten.

Die Studie sieht dies als Aussage darüber, dass sich Verbraucherinnen mehr Verbraucherschutz bei Lebensmitteln wünschen, sich aber auch der schon hohen Schutzmechanismen bewusst sind:

Dass aber dennoch 59 Prozent bilanzieren, dass die Verbraucher_innen in Deutschland im Lebensmittelbereich gut geschützt sind, zeigt, dass die Mehrheit der Bürger_innen tatsächlich zwischen dem allgemeinen Schutz und vereinzelten negativen Erfahrungen zu unterscheiden weiß.

Weitere Transparenz erwünscht

Die FES-Studie macht zusätzlich klar, dass sich die Bevölkerung von allen Akteuren weiteres Engagement für mehr Transparenz und umfassende Informationen zu den Produkten erwünschen.

Dieses Ergebnis wird auch in der kürzlich erschienenen forsa-Umfrage der METRO GROUP gespiegelt: Auf die Frage, bei welchen Themen oder Problemen man sich wünsche, dass der Handel stärker mit Politik und Gesellschaft in Dialog treten solle, wurden am öftesten die Themen „Verbraucherschutz und –Information“ vor der zweitplatzierten „Nachhaltigkeit“ genannt.

Die Trendanalyse der FES macht deutlich, dass die Situation des Verbraucherschutzes in Deutschland  heute erheblich günstiger bewertet wird als noch zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts und auch tendenziell günstiger als im Verlauf der letzten Jahre. Das Zutrauen in den Verbraucherschutz ist in den letzten Jahren sogar gestiegen, auch bedingt durch eine längere Zeit ohne größere Skandale, insbesondere im Lebensmittelbereich.

Quelle Titelbild: Flickr Creative Commons Foto by zhouxuan12345678

Bianca Maley

Informationen zum Autor

Bianca Maley ist als Referentin Nationale Politik im Konzernbüro Berlin der METRO tätig.