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"Was gut ist, wird gegessen"

Das Gute essen...mit Frank Bsirske

Was ist für Sie "das Gute essen"? Das fragen wir regelmäßig interessante Menschen aus Politik und Gesellschaft. Dieses Mal: Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (VER.DI)

Welchen Stellenwert hat gutes Essen für Sie?

Na, was wohl – selbstverständlich einen hohen Stellenwert. Ein gutes Essen mit frischen und guten Zutaten, am liebsten gemeinsam mit guten Freunden, kann das Wohlbefinden steigern – und bietet auch einen gewissen Ausgleich zur Arbeitshektik.

Als ver.di-Chef haben Sie einen engen Terminplan. Wie schaffen Sie es, sich trotzdem gut zu ernähren?

Ich bin nicht sicher, ob mir das immer gelingt – wahrscheinlich seltener, als es gut wäre.

Worauf achten Sie, wenn Sie Lebensmittel einkaufen?

Ich gehe gerne am Wochenende regelmäßig auf den Markt und achte dort besonders auf Frische. Wenn mir bei meinen Einkäufen allerdings auffällt, dass mit den Beschäftigten unfair umgegangen wird, dann vergeht mir schon mal der Appetit. Konkret betrifft das etwa die Einzelhandelsarbeitgeber, darunter auch die großen Lebensmittelkonzerne, die bundesweit außer in Hamburg alle Tarifverträge gekündigt haben. Nicht nur die fachlichen Anforderungen werden im Einzelhandel immer höher, auch der Leistungsdruck hat deutlich zugenommen, an den Kassen und im Service genauso wie im Lager. Tarifflucht, Werkverträge, Minijobs, Lohndrückerei und erzwungene Teilzeit sind das Gegenteil von wertschätzendem und angemessenem Umgang mit den Beschäftigten.

Was war das erste Gericht, das Sie selber gekocht haben?

Das war eine Lammkeule alla romana, die ich in meiner Wohngemeinschaft zubereitet habe. Und sie ist erstaunlich gut angekommen.

Lieben Sie Kantinenessen?

Es ist gut, dass es Kantinenessen gibt, weil dies für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine gute und günstige Möglichkeit ist, sich ausgewogen zu ernähren. Aber „Liebe“ ist wohl das falsche Wort für die Essenspause an einem Arbeitstag.

Wie wichtig sind Tischmanieren beim guten Essen?

Im vertrauten Kreis stehen ganz sicher Geselligkeit und gemeinsamer Genuss im Vordergrund.

Was machen Sie mit Lebensmitteln, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum gerade erst abgelaufen ist?

Das beeindruckt mich nicht besonders – was gut ist, wird gegessen.

Das Interview erschien zuerst im Handelsbrief 2/2013 der METRO GROUP.

Bildnachweis:
Titelbild: ver.di