Diskutieren Sie mit!

Einloggen mit

oder

Anmelden

Neu registrieren

Wenn Sie noch kein Diskussionsteilnehmer sind, dann können Sie sich hier registrieren.

Unsere Kommentar- und Community-Richtlinien

Diese Plattform dient dem gemeinsamen Austausch. Die Kommentarfunktion soll eine sachliche Diskussion ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu löschen, die einer solchen Diskussion nicht förderlich sind und sich nicht auf die Beiträge beziehen. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Kommentar-Richtlinien.

5 Fragen - 5 Antworten

Geschmacksfrage mit ... Dorothee Stamm

Mit der "Geschmacksfrage" stellen wir regelmäßig Akteure aus dem politischen Berlin vor und vermitteln so einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Hauptstadtinteressen. Heute im Interview: Dorothee Stamm, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der Reclay Group.

Bild vergrößern

METRO GROUP: Frau Stamm, welches Lebensmittel läutet für Sie den Sommer ein?

Dorothee Stamm: Ich liebe Spargel – sowohl grünen als auch weißen. Am liebsten ganz klassisch, mit Schinken und Kartoffeln und nur ein bisschen Butter, damit man das Aroma auch voll genießen kann. Und neben dem Geschmack gibt es noch einen zweiten schönen Aspekt: Wenn die Spargelsaison beginnt, ist auch der Sommer nicht mehr weit.

METRO GROUP: Auf was legen Sie Wert beim Kauf dieses Lebensmittels?

Dorothee Stamm: Da Spargel zum Großteil aus Wasser besteht, ist wie bei kaum einem anderen Lebensmittel die Frische entscheidend. Das große Glück, wenn man in Berlin lebt: Die Beelitzer Spargelstraße liegt direkt vor der Haustür.

METRO GROUP: Das Verpackungsgesetz ist nach langem Ringen nun erfolgreich verabschiedet worden. Welche positiven Auswirkungen sehen Sie dadurch für das Entsorgungsmanagement?

Dorothee Stamm: Das Gesetz bietet die große Chance, den Recyclingstandort Deutschland wieder nach vorne zu bringen. Es sorgt für sichere wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, die Voraussetzung für Investitionen in moderne Anlagen und die Entwicklung neuer Technologien – z. B. für die qualitativ hochwertige Verarbeitung von Rezyklaten, also aus Abfällen aufbereitete Kunststoffe – sind. Diese Sicherheit hat in den letzten Jahren gefehlt. Das hat der Branche – insbesondere im Hinblick auf eine internationale Wettbewerbsfähigkeit – geschadet.

Gleichzeitig setzt das Verpackungsgesetz u. a. mit der Erhöhung der Recyclingquoten Anreize für mehr und besseres Recycling. Eine Zentrale Stelle als Kontroll- und Vollzugsinstanz sorgt für Transparenz bei den gemeldeten Mengen und verhindert Missbrauch. Auch die Finanzierung des Gesamtsystems der Rücknahme, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen wird auf eine solide Grundlage gestellt. Insgesamt erhoffen wir uns von dem Gesetz mehr Gerechtigkeit und Marktstabilität. In den letzten Monaten haben wir uns deshalb dafür stark gemacht, dass das Verpackungsgesetz kurz vor dem Ende der Legislaturperiode noch verabschiedet wird.

METRO GROUP: Welche Erwartungen haben Sie an die Parteien im bevorstehenden Wahlkampf?

Dorothee Stamm: Ich erwarte eigentlich eine Selbstverständlichkeit, nämlich, dass Sachthemen in den Vordergrund gestellt werden. Populismus oder persönliche Diffamierungen sind absolut fehl am Platze. Auch ärgert es mich immer wieder, wenn teure Wahlkampfversprechen zugunsten einzelner Wählergruppen, die zu Lasten anderer gehen, gemacht werden.

Der Schwerpunkt sollte vielmehr auf Zukunftsthemen gelegt werden. Digitalisierung, Bildung aber auch Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik insgesamt haben in den letzten Jahren eine zu geringe Rolle bei allen Parteien gespielt.

Als überzeugte Europäerin wünsche ich mir zudem, dass die Zukunft der europäischen Integration in den politischen Fokus rückt und auch im Wahlkampf eines der großen Themen sein wird.

METRO GROUP: Ihr nächster Termin heute?

Dorothee Stamm: Gleich beginnt die Jahrestagung des Markenverbandes. Neben spezifischen Branchenthemen wie z. B. der praktischen Umsetzung der Vorgaben aus dem Verpackungsgesetz wird es auch eine Diskussionsrunde der Generalsekretäre der großen Parteien geben. Auch hieran merkt man: Der Wahlkampf beginnt.