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„Mit Innovation und Gründergeist – von NRW aus in die Welt“

Die Thesen der 3. Düsseldorfer Mittwochsgesellschaft

Foto: MWIDE NRW / R. Pfeil

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der nordrhein-westfälische Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie ist am 27. September 2017 zu Gast bei der 3. Düsseldorfer Mittwochsgesellschaft des Handels. Die Thesen seines Vortags zum Thema "Mit Innovation und Gründergeist - von NRW aus in die Welt" können Sie hier schon vorab lesen, kommentieren und diskutieren.

These 1: Die nordrhein-westfälische Wirtschaft braucht einen neuen, innovativen und digitalen Aufbruch.

Nordrhein-Westfalen verfügt über alle Potentiale, die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aus einer Spitzenposition heraus mit zu gestalten. Voraussetzung ist, dass Nordrhein-Westfalen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent zur Modernisierung von Bildung, Wirtschaft und Verwaltung nutzt und den kleinen und mittleren wie den großen Unternehmen ein innovatives und wirtschafts-freundliches Umfeld bietet. Dazu gehören insbesondere bestens qualifizierte Fachkräfte und eine flächendeckende Gigabit-Netzinfrastruktur

These 2: Die Digitalisierung bietet Chancen und erfordert neben Innovationsbereitschaft auch Gründer- und Unternehmergeist.

Um die Möglichkeiten, die sich Unternehmen durch die Digitalisierung bieten, bestmöglich nutzen zu können, benötigt es Mut, um Dinge auszuprobieren, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und natürlich auch Risiken einzugehen. Gründer bringen diese Eigenschaften mit. Die neue Landesregierung setzt daher einen Schwerpunkt auf die Förderung von Start-ups und die Vernetzung von Start-ups mit Forschungseinrichtungen, DAX-Unternehmen, Hidden Champions und innovativen Mittelständlern. Denn nirgendwo sonst in Deutschland finden Sie so viele Weltmarktführer, Hidden Champions und Forschungsinstitutionen auf so engem Raum. Regionale Stärken, zum Beispiel im Rheinland, gilt es zu nutzen, um national und international als Spitzenstandort wahrgenommen zu werden. So bringen wir Wagniskapital in die Region, das in Start-ups und Hightech- Unternehmen fließt. Sie sind Treiber der Digitalisierung.

These 3: Existenzgründungen sind der Treiber für Wachstum und Wettbewerb und schaffen positive Beschäftigungseffekte.

Diesen Gedanken setzt die Landesregierung in einer neuen Gründungsoffensive um. Es gilt die Rahmenbedingungen für Gründungen durch Entbürokratisierung zu verbessern, die Ausgründung aus Hochschulen zu dynamisieren und die finanziellen Startbedingungen durch ein Gründerstipendium „1000 mal 1000“ zu optimieren. Die Landesregierung sieht sich als Partner der kreativen und innovativen Gründerszene und will Nordrhein-Westfalen als führenden Gründungsstandort weiter stärken.

These 4: Das Innovationspotenzial in NRW ist groß - Wissenschaft und Wirtschaft in NRW müssen jedoch noch leichter und schneller zusammenarbeiten können.

Vernetzung und Wissenstransfer sind Voraussetzungen für Gründungen und Wachstum im digitalen Zeitalter. Dazu muss der Weg zwischen den Universitäten und Unternehmen kürzer werden. Mit einem starken Profil können die Wissenschaftsstandorte weiter in den nationalen und internationalen Fokus rücken. Wir müssen aber auch die Unternehmen dazu bewegen, mehr in Forschung und Entwicklung am Standort zu investieren. Dafür werden wir die Rahmenbedingungen schaffen. Wir brauchen noch mehr Plattformen und Netzwerke (Digital Hubs; METRO Accelerator als Plattform und Treiber von Start-ups in Gastronomie/Handel), um vor allem mittelständischen Unternehmen maßgeschneiderte digitale Informationsangebote machen zu können. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern werden wir Testfelder für Transformationen schaffen zum Beispiel im Bereich Online-Handel, so dass Innovationen möglichst früh in NRW erprobt werden können.

These 5: Der stationäre Handel (ob Einzelhandel oder Großhandel) kann nur überleben, wenn er sich mit Innovationen und Digitalisierung beschäftigt.

Dabei braucht nicht jeder stationäre Händler zwangsläufig einen eigenen Online-Shop – aber sich mit digitalen Vertriebswegen (Online-Plattformen), digitalen Kommunikationswegen (Nutzung von Kundendaten, digitale Elemente im Ladenlokal) oder Prozess-optimierungen durch smarte Software (schnellere Bezahlprozesse, Warenwirtschaft in Echtzeit, Software zur Personalarbeit) auseinanderzusetzen, ist wichtig, um im harten Wettbewerb zukunftsfähig zu bleiben. Dabei wird die Landesregierung unterstützen. Es gilt nicht nur aufzuklären und zu informieren, sondern Innovationsprozesse für neue Projekte im Handel zu beschleunigen und bereits bestehende innovative Geschäftsmodelle als Best-Practices vorstellen. Zudem wollen wir dem stationären Handel mehr Freiräume geben und ihn damit attraktiver und zukunftsfähiger machen, zum Beispiel durch eine Modernisierung des Ladenöffnungsgesetzes (LÖG NRW).

Foto: MWIDE NRW / R. Pfeil

Milena-Marie Zöller

Informationen zum Autor

Milena-Marie Zöller ist von September bis Dezember 2017 Praktikantin im Konzernbüro Berlin der METRO AG.