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"Es gibt viel zu tun- in Deutschland und in Europa"

Jörg Asmussen sprach auf der 15. Mittwochsgesellschaft

Gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland e.V. (HDE) und dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) veranstaltet die METRO GROUP nach dem Vorbild der Berliner Salon-Kultur vier Mal im Jahr die „Berliner Mittwochsgesellschaft des Handels“.

Am 11. September 2013 fand die 15. Berliner Mittwochsgesellschaft statt. Mehr als 230 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten im neuen Microsoft Atrium in Berlin zum Thema „Konsum in Europa – die Bedeutung des Handels für die Stabilität des Euros“. Als Gastredner sprach Jörg Asmussen, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, über die Bedeutung des Euros, die integrative Kraft des Handels und beschrieb den Reformbedarf in Europa – auch in Deutschland. Auch online und bei Twitter #MGBER wurde intensiv diskutiert.

Mehr Dialog schaffen, zuhören und voneinander lernen – so lautet die Idee der von der METRO GROUP mitinitiierten Berliner Mittwochsgesellschaft des Handels. Was Europa für den Handel und der Handel für Europa bedeutet, wurde zur spannenden Frage der 15. Ausgabe der Veranstaltungsreihe am 11. September. Als Mitglied des EZB-Direktoriums sei er davon überzeugt, so Gastredner Jörg Asmussen, dass „kaum ein Wirtschaftszweig so sehr angewiesen ist auf stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen wie der Handel“. Darum, so auch der Grundtenor unter den Gästen, sei Europa eine „absolute Notwendigkeit“, insbesondere weil sich „Deutschland in der Welt nie alleine wird behaupten können“. Auch für die METRO GROUP ist ein starkes Europa und ein funktionierender Binnenmarkt von großer Bedeutung, da über 60 Prozent des Konzernumsatzes im Ausland erzielt werden. Grundsätzlich hat der Handel eine große integrative Bedeutung für Europa, Handel ist „nicht nur Güteraustausch, sondern auch Austausch kultureller Erfahrungen“, glaubt Asmussen. Daher sei der Euroraum so etwas wie die Hanse der Neuzeit.

Was wir sicher nicht haben, ist eine Krise des Euro

Asmussen zeigte sich erstaunt darüber, dass es immer wieder „Sehnsüchte gibt, zur alten Währung zurück zu kehren“. Denn die Krise in Europa setze sich aus vier Elementen zusammen: der öffentlichen und der privaten Verschuldung sowie einer Krise der Wettbewerbsfähigkeit und der Banken. Asmussen: „Was wir ganz sicher nicht haben, ist eine Krise des Euro. Der Euro ist nicht ursächlich für diese Situation und hat auch keinen Schaden genommen.“ Trotz aller bisherigen Veränderungen mahnte Asmussen weiteren Reformwillen an, damit Deutschland nicht wieder zum „kranken Mann Europas“ werde. Im Allgemeinen zeigte sich Asmussen als überzeugter Europäer, der zum Schluss noch einen Wunsch an den Handel hatte: „Stellen sie 10.000 mehr ein, als Sie es geplant haben und sehen Sie es als Investition in die Zukunft – das wird Ihnen irgendwann nützen“.

Mittwochsgesellschaft verzeichnet Besucherrekord

Pünktlich zum Jubiläum hat die Berliner Mittwochsgesellschaft mit dieser Veranstaltung einen Besucherrekord erreicht. Sie ist fester Teil des Stakeholderdialogs der METRO GROUP. Die nächste Veranstaltung wird im Dezember stattfinden.

Hier finden Sie die Zusammenfassung des Abends:

Informationen zum Autor

Alexandra Czarnecki ist von Januar bis März 2015 Praktikantin.