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Expertenanhörung im Deutschen Bundestag

Energiedienstleistungsgesetz regelt Auditierung von Unternehmen

Politik und Wirtschaft wollen mehr Energieeffizienz. Durch den effizienteren Umgang mit Energie werden Ressourcen geschont und der Klimaschutz gefördert. Für Unternehmen ist die Förderung von Energieeffizienz darüber hinaus aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll: Ein geringerer Verbrauch hilft, Energiekosten einzusparen. Mehr Energieeffizienz ist auch ein Ziel des Energiedienstleistungsgesetzes. Ein Instrument: Die Auditierung von Unternehmen.

In einer öffentlichen Anhörung hat sich der Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages mit der Ausgestaltung dieser Audits in Unternehmen auseinandergesetzt. Der Handel plädierte dafür, das so genannte  Multisite-Verfahren anzuwenden, um finanzielle Spielräume für weitere Energieeffizienzmaßnahmen zu sichern.

Energieeinsparung bei der METRO GROUP

Die METRO GROUP hat sich selbst ambitionierte Klima- und Energiesparziele gesetzt: Bis 2020 sollen die  Treibhausgasemissionen gegenüber dem Wert von 2011 um 20 Prozent reduziert werden - bspw. durch Einsparungen beim Verbrauch von Strom und Heizungsenergie. Im Geschäftsjahr 2013/2014 investierte allein METRO Cash & Carry 24 Millionen Euro in energiesparende Technik bei Kühlmöbeln und Beleuchtung. Diese Maßnahmen haben ein jährliches Energieeinsparpotential von 126.000 MWh (weitere Informationen zur METRO GROUP Energiestrategie finden Sie im Corporate Responsibility Report).

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Strom- und Wärmeenergieverbrauch der METRO im Mehrjahresvergleich

Die METRO GROUP hilft durch diese Maßnahmen mit, das durch die Europäische Union (EU) definierte Ziel der Steigerung der Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu erreichen. Die EU hat eine Energieeffizienzrichtlinie auf den Weg gebracht, in der Instrumente zur Steigerung der Energieeffizienz vorgesehen sind: eines ist die regelmäßige Auditierung von Unternehmen.

Umsetzung der Richtlinie in Deutschland

Der Deutsche Bundestag berät derzeit über das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G), mit dem die Richtlinie in Deutschland umgesetzt wird. Eine der zentralen Fragen dabei ist, wie die Auditierung von Unternehmen konkret ausgestaltet werden soll. Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie am 26. Januar 2015 daher eingehend in einer öffentlichen Anhörung.

Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Deutschland (HDE), war als einer von sieben Sachverständigen in der Anhörung geladen und erläuterte die Sicht des Handels auf das geplante Gesetz. Er unterstrich, dass die Branche das Ziel des Gesetzes unterstützt und der Handel bereits heute massiv in Energieeffizienzmaßnahmen investiert. Genth machte aber deutlich, dass die im Gesetzentwurf vorgesehene Pflicht zur Auditierung jeder einzelnen Filiale eines Handelsunternehmens nicht zielführend sei. Dadurch würden keine Fortschritte bei der Energieeffizienz erzielt, aber hohe Kosten auf die einzelnen Filialen zukommen.

Multisite-Verfahren statt Auditierung jedes Standorts

Er sprach sich deshalb für die Anwendung des sog. Multisite-Verfahrens bei der Auditierung aus. Dabei werden Standorte mit vergleichbarer Energiestruktur geclustert und gemeinsam auditiert. Entsprechend der hohen Standardisierung der Filialstandorte im Handel gehen bei Anwendung dieses Verfahrens  keine Erkenntnisse verloren, es ist aber deutlich kostenschonender. Den Handelsunternehmen bleiben so weiter finanzielle Spielräume für Investitionen in die Umsetzung konkreter Energiesparmaßnahmen, damit die in den Audits ermittelten Einsparpotenziale auch zeitnah genutzt werden können. Die METRO GROUP teilt den vom HDE vertretenden Ansatz und setzt sich gemeinsam mit dem Verband für eine Auditierung nach dem Multi-Site Verfahren ein.

Nach der 2./3. Lesung im Deutschen Bundestag, die am 5. Februar stattfinden soll, wird das Gesetz voraussichtlich noch im Frühjahr 2015 in Kraft treten.

Bildnachweis:
Titelbild: Deutscher Bundestag / Achim Melde

Stefanie Awe

Informationen zum Autor

Stefanie Awe ist als Leiterin Verbraucherpolitik im Berliner Konzernbüro der METRO tätig.