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Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Oktoberfest-Jause in Brüssel

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung – Dies war das Motto einer Veranstaltung der METRO GROUP zusammen mit der DEHOGA Bayern in Brüssel. Wie Lebensmittelverschwendung entlang der Wertschöpfungskette insgesamt verringert werden kann, diskutierten dort Gäste aus unterschiedlichsten Institutionen und Organisationen.

Am 14. Oktober 2015 hat die METRO GROUP gemeinsam mit dem DEHOGA Bayern eine „Food Waste-Jause“ veranstaltet. Anlass war zum einen der am 16. Oktober 2015 stattfindende World Food Day und zum anderen die Eröffnung des Brüsseler Oktoberfestes auf dem Place Jourdan. Unser Lebensmittelkonsum und Möglichkeiten zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Ziele zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen erwartet

Ende des Jahres wird die Europäische Kommission ihr Gesetzespaket zur Kreislaufwirtschaft vorstellen. Es ist möglich, dass das Paket gesetzlich bindende Reduktionsziele für Lebensmittelverschwendung für den Handel, aber auch für die wichtigste Kundengruppe der METRO Großhandelssparte, den Hotel- und Gaststättensektor, beinhalten wird. Ziel der Veranstaltung war es daher, frühzeitig mit den europäischen Gesetzgebern, aber auch mit Verbänden und Nichtregierungsorganisationen den Dialog über zielführende Maßnahmen zur Verringerung von Lebensmittelverschwendung zu suchen.

Lebhafte Diskussion unter den Gästen

Bei Weißwurst, Brez’n und Krautsalat tauschten die geladenen Gäste ihre Perspektiven und Maßnahmen zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung aus und diskutierten im Anschluss an die Impulsvorträge lebhaft.

Ulrich Brandl, Präsident des DEHOGA Bayern, selbst Hotelier und daher aus der Praxis, betonte, dass rechtliche Vorgaben wie Lebensmittelsicherheit oder auch Hygienestandards oft dazu beitragen, dass Lebensmittel im HoReCa-Bereich eher weggeworfen als gespendet werden. Zudem müssten Lebensmittel und zubereitete Speisen in Deutschland wieder mehr Wertschätzung erfahren. Der DEHOGA hat unter anderem eine Checkliste zur Vermeidung von Lebensmittel für seine Mitglieder entwickelt.

Im Anschluss sprach Martina Fleckenstein, Leiterin des Fachbereichs Landwirtschaft und Landnutzungswandel des WWF Deutschland über bereits erfolgreiche Projekte zur Lebensmittelverschwendung.  Auch im Hinblick auf die WWF Studie „Das große Wegschmeißen" betonte sie, dass die größte Herausforderung im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung  derzeit die Datenlage ist. Nur mit genauen Daten zu Lebensmittelverschwendung entlang der Lieferkette könne man adäquate und zielführende Lösungen entwickeln.

Abschließend stellte Britta Gallus, die als Direktorin das Thema Lebensmittelverschwendung bei der METRO GROUP im Bereich Corporate Responsibility betreut, die Position und langjährigen Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung der METRO GROUP vor. Sie machte deutlich, dass der Handel das Thema sehr ernst nimmt, auch wenn er lediglich für 5% der Lebensmittelverschwendung verantwortlich ist und dass die METRO GROUP vom Acker bis zum Kunden Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung initiiert und betreut.

Im Rahmen der Diskussion wurde deutlich, dass erfolgreiche Strategien zur Lebensmittelverschwendung die Gesamtheit der Akteure entlang der Lebensmittellieferkette, insbesondere aber den Endverbraucher, fordern. „Wertschätzung von Lebensmitteln ist vor allem auch ein Thema für Erziehung und Gesellschaft – weniger für den Gesetzgeber“, schlussfolgerte Maria Heider, Direktorin für Westeuropa und EU-Angelegenheiten im Bereich Corporate Public Policy der METRO GROUP zum Ende der Diskussion.

Das Engagement und die Position der METRO GROUP

Das Thema Lebensmittelverschwendung ist für die METRO GROUP seit geraumer Zeit ein wichtiges Anliegen. Entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette setzen wir Maßnahmen um, sodass weniger Lebensmittel verschwendet werden.

Unser Engagement und unsere Position sind in dem Faltblatt "How can we pull together to waste less food?" aufgeführt.

Julia Bleifeld

Informationen zum Autor

Julia Bleifeld ist in der Konzernzentrale der METRO tätig und war von Oktober 2014 bis Juli 2017 Referentin für westeuropäische und EU-Politik der METRO.