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Hunger und Lebensmittelverschwendung lassen sich nur gemeinsam bekämpfen

Podiumsdiskussion zum Welternährungstag 2018

Seit 1979 machen Organisationen weltweit am 16. Oktober mit dem Welternährungstag auf Hunger und Lebensmittelverschwendung aufmerksam. In diesem Jahr hat METRO den Tag zum Anlass genommen, gemeinsam mit Partnern bei einer Podiumsdiskussion ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und Hunger zu setzen. Im Fokus standen innovative Projekte und Partnerschaften. 

Nach dem aktuellen Welthungerbericht der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) litten im Jahr 2017 rund 821 Millionen Menschen Hunger. Gleichzeitig gehen weltweit jedes Jahr rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verloren oder werden verschwendet.  Dies ist ein Gegensatz, auf den die FAO und zahlreiche andere Organisationen jedes Jahr am 16. Oktober mit dem Welternährungstag aufmerksam machen und an dessen Bekämpfung auch METRO seit Jahren mit verschiedenen Partnern arbeitet. 

Wie diese Partnerschaften konkret aussehen – darum ging es am Abend des 16. Oktober im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gemeinsam gegen Hunger und Lebensmittelverschwendung – Wie können innovative Partnerschaften helfen, Hunger und Lebensmittelverschwendung zu verringern?“, zu der das METRO Konzernbüro in Berlin eingeladen hatte. 

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Ivonne Julitta Bollow (METRO AG) begrüßte die Gäste zur Podiumsdiskussion anlässlich des Welternährungstages.

Ivonne Julitta Bollow, Global Director Corporate Public Policy der METRO AG, machte gleich zu Beginn klar, dass die Verringerung der Lebensmittelverschwendung für METRO ein zentrales Thema ist:

Bis 2025 haben wir uns zum Ziel gesetzt, Lebensmittelverschwendung in den eigenen Betriebsabläufen um 50% zu reduzieren. Das ist ambitioniert und herausfordernd. Deshalb sind Partnerschaften für uns ein wichtiger Schlüssel, um dieses Ziel zu erreichen.

Auf dem Podium verdeutlichten die METRO-Partner World Food Programme, Tafel Deutschland e.V., SIRPLUS und tsenso, an welchen Stellschrauben sie im Rahmen der Partnerschaften jeweils ansetzen, um Hunger und Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen. 

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Katharina Dirr (World Food Programme) erklärte: „Wir agieren hauptsächlich in 2 Bereichen: In der humanitären Hilfe, was uns aktuell sehr beschäftigt, und in der langfristigen Entwicklungsarbeit, um Hunger an der Wurzel zu packen und zu bekämpfen."
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Die Tafeln setzen sich seit 25 Jahren gegen Hunger und Lebensmittelverschwendung ein. Tafel Deutschland e.V. Pressesprecherin Stefanie Bresgott fasst die Mission zusammen: "Lebensmittel retten - Menschen helfen.“
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Raphael Fellmer (SIRPLUS) setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Lebensmittelretten zum Mainstream zu machen und fordert ein Umdenken: "Ugly Foods sind Unikate - wir sollten sie ganz besonders wertschätzen."
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Dr. Matthias Brunner (tsenso) stellt klar: „Das MHD ist eine tolle Erfindung, aber aus den 70er Jahren. Wir haben heute ganz andere Möglichkeiten. Deshalb arbeiten wir an einem alternativen Modell, dem Frische-Index."
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Laura Halfas (METRO AG) betonte, dass die Digitalisierung große Chancen im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung bietet. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Lebensmittelretter-App "Too Good To Go".

Für reichlich Diskussion auf dem Podium und unter den Gästen sorgte das Mindesthaltbarkeitsdatum, das bei vielen Verbrauchern immer noch als "Wegwerfdatum" verstanden wird. Dieses Missverständnis lässt sich nur mit Aufklärung und Verbraucherbildung beheben - am besten schon in Kita und Schule - da war sich das Podium einig. Gefordert sind aber auch wir alle im Alltag und in den Familien: Beim Einkauf auch mal zur krummen Möhre greifen, die Lebensmittel im Kühlschrank tatsächlich verbrauchen und kreativ sein beim Kochen bzw. es lernen - im Grunde gar nicht so schwer.

Das Podium zum Welternährungstag:

Katharina Dirr, Communications Officer World Food Programme

Stefanie Bresgott, Pressesprecherin Tafel Deutschland e.V.,

Raphael Fellmer, CEO und Co-Founder von SIRPLUS

Dr. Matthias Brunner, Geschäftsführer von tsenso

Laura Halfas, Head of Corporate Responsibility METRO AG

Stefanie Awe

Informationen zum Autor

Stefanie Awe ist als Leiterin Verbraucherpolitik im Berliner Konzernbüro der METRO tätig.