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Frauen und Selbstständigkeit - Was hält sie zurück?

METRO Own Business Study

Anlässlich des Internationalen Frauentags untersucht die von METRO beauftragte „Own Business Study“ die Erfahrungen von Unternehmerinnen in 10 Ländern.

Nur wenige Frauen gründen in Deutschland

Ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort lebt insbesondere von kleinen Unternehmen und vom Mut derjenigen, die sie gründen.  Dafür braucht es Menschen, die Ideen haben und bereit sind, diese umzusetzen. Frauen sind in diesem Bereich allerdings noch deutlich unterrepräsentiert, denn nur knapp 15 % aller Gründungen in Deutschland gehen laut dem 5. Deutschen Startup Monitor von Frauen aus. METRO legt deshalb mit dem zweiten Teil der „Own Business Study“ einen speziellen Fokus auf die Wünsche, Erlebnisse und Herausforderungen von weiblichen Gründerinnen und Unternehmerinnen.

Frauen zu fördern, ist ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft, denn sie sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Deutschland kann es sich nicht leisten, auf gut ausgebildete Frauen zu verzichten.

Bundeswirtschaftministerin Zypries

Studie untersucht Erfahrungen von Frauen in zehn Länder

Dazu hat die Studie in zehn Ländern die Erfahrungen von potenziellen und aktiven Unternehmerinnen untersucht. Demnach wünscht sich fast jede zweite Frau (45%), ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Diese hohe Bereitschaft wird jedoch von der Einschätzung getrübt, dass nur 12 % der Befragten es auch als wahrscheinlich ansehen, jenes Ziel wirklich umzusetzen. Vor allem fehlende finanzielle Unterstützung (49%), die negative wirtschaftliche Situation im eigenen Land (43%) sowie ein Übermaß an Steuerbelastung (29%) und Bürokratie (28%) geben die Befragten als Hindernisse für die eigenen Gründungspläne an. Auch fehlende Beratungsangebote (16%) spielen eine Rolle. 

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Neue Bundesregierung möchte Unternehmensgründungen fördern


Auch die neue Bundesregierung hat sich diesem Thema im Koalitionsvertrag angenommen und eine Reihe von Maßnahmen geplant, um Unternehmensgründungen zu erleichtern. Dazu gehören der vereinfachte Zugang zu Finanzierungen mit Wagniskapital und Maßnahmen zur Entbürokratisierung von Gründungen sowie spezielle Förderungen für Frauen als Gründerinnen. Finanzierungen sollen primär durch den sogenannten „Tech Growth Fund“ und den „Digitalfonds“ erleichtert werden. Ersterer hat die Zielsetzung privates Kapital von institutionellen Anlegern und junge Start-ups zusammenzubringen, der Digitalfonds  soll als Gemeinschaftsprojekt der Bundesregierung und der deutschen Industrie frisches Kapital bereitstellen.

Darüber hinaus plant die neue Regierung Start-ups in den ersten zwei Jahren nach Unternehmensgründung von der monatlichen Anmeldepflicht für die Umsatzsteuer  zu befreien, um so bürokratische Hürden abzubauen. Union und SPD möchten außerdem die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmensgründungen mit der Einführung einer „Gründerzeit“ nach dem Modell der Familienpflegezeit erleichtern und in diesem Rahmen beispielsweise Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen bereitstellen. Auch verspricht der Koalitionsvertrag die Entwicklung weiterer spezifischer Unterstützungsinstrumente, um Frauen als Gründerinnen zu fördern.

Große Mehrheit wünscht sich Förderprogramme für Frauen

Das Ergebnis der „Own Business Study“ zeigt auch, dass der Bedarf für staatliche Förderprogramme speziell für weibliche Gründerinnen, sehr hoch ist. Unter den befragten – Männer und Frauen - befürworten 80% solche Förderprogramme zur Unterstützung von Unternehmerinnen und Gründerinnen. Leider entfalten staatliche Förderprogramme für Gründerinnen oftmals ihre Wirkung nicht richtig. Dabei könnte die Unterstützung für Selbstständige nicht nur einen volkswirtschaftlichen Nutzen haben, sondern auch Vorbildcharakter für Gründungen insgesamt haben. Laut Berechnungen der Universität Hohenheim könnten bis zu 60.000 Unternehmen in Deutschland zusätzlich entstehen, wenn Frauen den Männern bei Unternehmensgründungen gleichziehen würden.  

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METRO Own Business Study

Die METRO fragt mit der „Own Business Study“, die erstmals im Rahmen des Own Business Day 2017 veröffentlicht wurde, nach den Bedürfnissen und Herausforderungen von Gründern und Selbstständigen, hier können Sie auch den ersten Teil der Studie herunterladen. Persönliche Erfahrungsberichte von weiblichen Gründerinnen und weiterführende Informationen finden sie auch auf mpulse.de.

Marc Kiebel

Informationen zum Autor

Marc Kiebel ist von Januar bis Mai 2018 Praktikant im Konzernbüro Berlin der METRO.