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"Nürnberger Bratwürste und Sauerkraut. Die haben sich auch in Brüssel durchgesetzt!"

Das Gute essen... mit Edmund Stoiber

Dr. Edmund Stoiber

Was ist für Sie "das Gute essen"? Das fragen wir regelmäßig interessante Menschen aus Politik und Gesellschaft. Dieses Mal: Dr. Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident a.D., CSU-Ehrenvorsitzender und Berater der EU-Kommission

Herr Stoiber, was ist für Sie gutes Essen?

Ich schätze leichtes, mediterranes Essen – mehr Gewürze und weniger Fett.

Worauf achten Sie, wenn Sie Lebensmittel kaufen?

Nach Möglichkeit versuche ich, frische, regionale Produkte einzukaufen, die so wenig Zusätze wie möglich haben. Den größeren Anteil beim Einkauf hat bei uns allerdings meine Frau …

Sie beraten heute die EU-Kommission in Brüssel ehrenamtlich zum Thema Bürokratieabbau. Wo stehen Sie in diesem Prozess?

Das Denken in der Kommission hat sich positiv verändert. Wir haben über 300 konkrete Vorschläge eingebracht, mit einem Entlastungsvolumen von 41 Milliarden Euro für die europäische Wirtschaft. Über 30 Milliarden sind bereits verwirklicht. Aktuell steht in unserem Mandat der Mittelstand im Mittelpunkt. Ich setze mich vor allem dafür ein, dass für kleine und mittlere Unternehmen Ausnahmeregelungen in puncto Bürokratie zugelassen werden.

Wie schafft man es, sich trotz vollen Terminplans gut zu ernähren?

Mein „Geheimrezept“ war es, nach Möglichkeit nach der Vorspeise zugehen – natürlich nur, wenn man damit die Gastgeber nicht brüskiert. Außerdem habe ich immer versucht, mich bei den Beilagen zurückzuhalten und möglichst auf Fisch zu setzen.

Wie nehmen Sie dabei die Diskussion über ein mögliches Verbot von Olivenöl-Kännchen in Restaurants wahr?

Es zeigt eine neue Dialogbereitschaft der EU-Kommission, dass sie diesen Vorstoß so schnell wieder zurückgezogen hat. Ich führe es schon auch auf unsere ehrenamtliche Arbeit zurück, dass man in Brüssel inzwischen auch die Nebenwirkungen von Entscheidungen und ihre Akzeptanz bei der Bevölkerung stärker beachtet. Es gibt so viele große Fragen, in denen wir europäische Positionen bräuchten, von der Klimapolitik bis zum Schutz der persönlichen Daten der Bürger. Darum sollte sich Europa kümmern, nicht um kleine Fragen des Alltags, die viel besservor Ort geregelt werden können.

Auf welche bayerische Spezialität können Sie selbst in Brüssel nicht verzichten?

Nürnberger Bratwürste und Sauerkraut. Die haben sich auch in Brüssel durchgesetzt!

Das Interview erschien zuerst im Handelsbrief 3/2013 der METRO GROUP. 
Dr. Edmund Stoiber war zu diesem Zeitpunkt ehrenamtlicher Leiter eine Arbeitsgruppe der Europäischen Union zum Bürokratieabbau.

Bildnachweis:
Titelbild: Frank Ossenbrink

Michael Wedell

Informationen zum Autor

Michael Wedell leitet den Bereich Konzernkommunikation und Politik der METRO.