11 Apr 2019  

METRO unterstützt das Democracy Alive Festival und diskutiert die Rolle von Unternehmen beim Übergang zu einer neuen Kunststoffwirtschaft

Am 11. April brachte METRO Vertreter des europäischen Handels, des Europäischen Umweltbüros (EEB), der Versammlung der Regionen Europas (AER) und von Coca-Cola auf die Bühne, um in einer Podiumsdiskussion mit dem Titel “Plastics…not so fantastic!” über die Rolle verantwortungsbewusster Unternehmen im 21. Jahrhundert zu diskutieren.

Im Vorfeld der bevorstehenden Europawahlen (23.-26. Mai) setzt METRO seine langjährige Zusammenarbeit mit der Europäischen Bewegung International (EMI) fort und unterstützt gemeinsam mit dem Europäischen Parlament, der Europäischen Investitionsbank, Transparency International, der Bertelsmann Stiftung, Google und vielen weiteren Akteuren aktiv das DEMOCRACY ALIVE Festival.

 

In Zusammenarbeit mit EMI, EuroCommerce und Forum Europe organisierte die METRO AG eine Podiumsdiskussion mit Detailhandel Nederland, CBL, Ahold Delhaize, dem Europäischen Umweltbüro, Coca-Cola und der Versammlung der Regionen Europas. Der Moderator war Neil McMillan, Director of Advocacy and Public Affairs von Eurocommerce. Die Teilnehmer und Gäste dieser Sonderausgabe der Mittwochsgesellschaft wurden von Texels Bürgermeister, Michiel Uitdehaag, begrüßt. Die anschließende Debatte befasste sich mit den Themen der gesellschaftlichen Nutzung von Plastik und mit der Rolle von Unternehmen, Regierungen und Bürgern bei der Suche nach möglichen Lösungen und Wegen für die Zukunft.

 

 

  

Margriet Keijzer, Leiterin des Brüsseler Büros von Detailhandel Nederland, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass die Verschmutzung durch Plastik in der Tat ein ernstes Umweltproblem sei. Allerdings seien Kunststoffe an sich aber auch sehr nützlich und notwendig, insbesondere in der Lebensmittelindustrie, wo sie sehr wichtige Funktionen erfüllten, wie beispielsweise bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Eine Aussage, die auch Jan Ernst de Groot, Chief Legal Officer von Ahold Delhaize, verteidigte, der in diesem Kontext auf die Rolle des Konsumverhaltens bei der Reduzierung des Kunststoffverbrauchs verwies.

Andererseits erwähnte Jeremy Wates, Generalsekretär des Europäischen Umweltbüros, dass das Hauptproblem von Kunststoff in unserer Gesellschaft darin bestehe, dass dieser sehr bequem und billig hergestellt, aber nicht richtig entsorgt und sehr selten recycelt würde. Seiner Ansicht nach werde nur eine verbindliche Gesetzgebung am Ende etwas bewirken, obwohl auch freiwillige Branchenvereinbarungen helfen könnten. Raoul Boucke, Kandidat des Europäischen Parlaments für die niederländische liberale Partei D66, unterstützte ebenfalls dieses Argument und betonte die führende Rolle der Europäischen Union, nicht nur bei der Verabschiedung von Gesetzen, sondern auch als ein gutes Beispiel für andere Regionen der Welt.

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Therese Noorlander, Sustainability Director Europe von Coca-Cola, stellte die Unternehmensvision "Eine Welt ohne Abfall" vor. Diese beinhaltet beispielsweise das Ziel bis 2030 Verpackungen zu schaffen, die mindestens 50% recycelte Materialien enthalten und bis 2025 100% wiederverwertbare Verpackungen zu nutzen. Coca-Cola hat - wie die METRO AG - die Verpflichtungen der Ellen MacArthur Stiftung in Bezug auf den Weg in eine neue Kunststoffindustrie unterzeichnet. Marc Jansen, CBL-Direktor, betonte zudem, dass die niederländischen Einzelhändler einen Kunststoffvertrag unterzeichnet haben, um den Einsatz von Plastik zu reduzieren und bis 2025 100% recycelbare Verpackungen herzustellen. Magnus Berntsson, Präsident der Versammlung der Regionen Europas, betonte schließlich die Rolle der lokalen Bevölkerung und des öffentlichen Auftragswesens bei der Verwirklichung einer nachhaltigeren Wirtschaft. Maria Heider, Direktorin für Public Policy Europe der METRO AG, betonte in ihren Schlussworten die Vielfalt der Ansichten und Meinungen während der Diskussion und dankte allen Teilnehmern für ihre konstruktive Beteiligung.

Podiumsdiskussion im Dialog

Drei Tage lang, vom 11. bis zum 13. April, schafft DEMOCRACY ALIVE einen Raum des Austauschs zwischen Bürgern, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Entscheidungsträgern, um das gesellschaftliche Engagement zu fördern und das Interesse an der europäischen Demokratie zu steigern. Führende politische Persönlichkeiten wie Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb und Michael Barnier, der Hauptverhandlungsführer der Europäischen Kommission für Brexit, waren anwesend. In Zeiten zunehmender Unsicherheit, Protektionismus und Spaltung der Gesellschaft will die METRO AG Stellung beziehen und ihr klares Bekenntnis zum europäischen Projekt und zum Binnenmarkt als Garanten für Stabilität und Wachstum sichtbar machen. Mit den Worten von Olaf Koch, Vorsitzender des Vorstands der METRO AG: „Errungenschaften wie Demokratie sowie Freizügigkeit von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital, die wir stets für selbstverständlich gehalten haben, müssen wir heute verteidigen (…) Nur wenn die Europäische Union gemeinsam handelt, kann sie auch Fortschritte erzielen – für Bürger und für Unternehmen.“

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