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"Europa muss sich auf das konzentrieren, was uns eint, um die Fragen zu lösen, die uns trennen."

Das Gute essen mit... Eva Maydell (MdEP)

Eva Maydell ist überzeugte Europäerin und Rising Star der Europäischen Volkspartei. Wir sprachen mit der jungen Europaabgeordneten aus Bulgarien über Digitalisierung und gutes Essen.

Frau Maydell, Sie verbringen sehr viel Zeit in Brüssel – vermissen Sie manchmal die Küche Ihrer bulgarischen Heimat?

Eva Maydell: Ich verbringe 3 Wochen im Monat in Brüssel und Straßburg. Die wenigen Tage, die ich in Bulgarien bin, sind oft voll mit Terminen und Veranstaltungen, da ich Büros in 3 Städten außerhalb Sofias habe. Da ist die Zeit für gutes bulgarisches Essen begrenzt, und ich vermisse die bulgarische Küche häufig sogar, wenn ich dort bin. Immerhin findet man dank des EU-Binnenmarkts die meisten regionalen Zutaten oder Gerichte in Geschäften überall in Europa. In meinem Kühlschrank in Brüssel habe ich fast immer bulgarischen Joghurt oder Weißkäse.

Ihr Berufsalltag sieht volle Sitzungswochen und zahlreiche Reisen vor, zu Hause wartet Ihre junge Familie. Bleibt da Zeit für eine gesunde und ausgewogene Ernährung?

Eva Maydell: Als Eltern legen wir zu Hause noch mehr Wert auf gesunde Ernährung. Doch wir haben nur wenig Zeit zum Einkaufen und Kochen. In der kurzen Mittagspause zwischen Terminen essen wir meistens ein schnelles Sandwich oder eine Suppe. Für eine ausgewogene Ernährung versuchen wir abends frische, saisonale Salate mit Rind- oder Hähnchenfleisch zu kombinieren.

Die Digitalisierung Europas zählt zu Ihren zentralen Projekten. Wie digital ist Europa, wo muss der technologische Wandel vorangetrieben werden?

Eva Maydell: Alle Studien zu dem Thema zeigen, dass die Schaffung des digitalen Binnenmarkts viele Vorteile für unsere Gesellschaften bringen wird. Es kann nicht sein, dass wir im 21. Jahrhundert einen gemeinsamen Markt für Waren und eine gemeinsame Währung, aber 28 verschiedene Märkte für digitale Dienstleistungen haben. Ich bin zuversichtlich, dass während der bulgarischen Ratspräsidentschaft die meisten der übrigen Gesetzesinitiativen erfolgreich verhandelt und digitale Hürden abgebaut werden können. Wir müssen den Bürgern zeigen, welche Vorteile digitale Technologien der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft bringen können. Bei der Entwicklung digitaler Lösungen für soziale Herausforderungen sind Fortschritte und Investitionen erforderlich, um Technologien für Menschen mit Behinderungen besser zugänglich zu machen.

2017 wurden Sie als erste Frau zur Präsidentin der Europäischen Bewegung International gewählt, die die europäische Zivilgesellschaft stärken will. Wie können wir die Menschen für die europäische Idee begeistern?

Eva Maydell: Europa muss sich auf das konzentrieren, was uns eint, um die Fragen zu lösen, die uns trennen. Europa braucht leidenschaftliche Europäer als Vorreiter einer wiederauflebenden Begeisterung für das europäische Projekt. Nachdem sich unsere Volkswirtschaften von einem Jahrzehnt der Probleme erholt haben, herrschen wieder sehr günstige Bedingungen – es ist an der Zeit, dass Politiker und Bürger über Europa und dessen Zukunft debattieren. Wir sollten den neuen Schwung nutzen, um die Europäer an einer echten, europaweiten Debatte über die Zukunft der EU zu beteiligen.

Die Legislaturperiode biegt auf die Zielgerade ein. Welche politischen Vorhaben wollen Sie bis zu den Europawahlen 2019 noch umsetzen?

Eva Maydell: Ich bin starke Befürworterin des digitalen Binnenmarkts sowie der Kapitalmarktunion und setze mich für deren Schaffung ein, da sie das Wachstum unserer Volkswirtschaften beschleunigen werden. Zudem ist Sicherheit in Europa eines der wichtigsten Anliegen der Bürger. Jede noch so geringe Verzögerung bei der Verbesserung der Situation ist hier absolut inakzeptabel.