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Alles in Echtzeit? Teil 1/2

Von letzten Meilen und ersten Schritten – Handelslogistik 4.0

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile:

Die Digitalisierung stellt auch die weltweite Logistik vor neue Herausforderungen. Eine ganze Branche muss neue Antworten finden. Doch insbesondere die Handelslogistik wird mit ihren Aufgaben wachsen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Im ersten Teil des Handelsbrief Schwerpunkts stellen wir vor wie die METRO AG bereits heute an der Logistik von morgen arbeitet und sich dabei an der Maxime "Nah am Kunden" orientiert.

Die Zukunftsvision ist klar: Wir werden bestellte Waren nahezu in Echtzeit nach Hause geliefert bekommen; Drohnen und Mini-Copter erledigen die Transporte ebenso wie E-Vehikel, die bei Tag und bei Nacht fast lautlos durch die Städte rollen. Nachschub für die riesigen, vollautomatisierten Logistik-Center bringen selbstfahrende Truck-Kolonnen. Diese Gigaliner sind genau getaktete Datencenter auf vier Rädern und machen die berüchtigten „Elefantenrennen“ auf der Autobahn überflüssig. Zu Hause erledigen denkende Vorratsschränke die Arbeit. Das Internet der Dinge vernetzt alles mit allem. Gezielte Datenströme helfen Händlern dabei, noch kundenorientierter zu sein und heute schon zu wissen, was morgen bestellt wird. Doch ist das alles überhaupt noch Zukunftsmusik?

Hauptsache nah am Kunden

Schon heute sorgen Digitalisierung, Globalisierung und demografischer Wandel für einen nie gekannten Um- und Aufbruch in Handel und Logistik. Insbesondere die zunehmende Vernetzung und der weiter wachsende E-Commerce bieten auf vielen Kanälen enorme Potenziale und stellen Unternehmen zugleich vor große Herausforderungen. Doch egal, wie der Vertrieb von morgen aussieht – ob Multi-, Cross- oder Omni-Channel – der Schlüssel zum Erfolg liegt schon heute darin, alle Prozesse on- und offline so effizient wie möglich zu gestalten. Zugleich kommt es darauf an, die Bedürfnisse des Kunden immer im Blick zu behalten.

Klaus-Guido Jungwirth, Chief Operating Officer bei Media-Saturn Deutschland, erkennt bei den Kunden vor allem den Wunsch nach schnellen Lieferungen und maximaler Termintreue. Um mit den Waren aus den insgesamt über 400 Märkten in Deutschland und dem Onlineshop gut aufgestellt zu sein, will Media-Saturn in Zukunft seine logistischen Strukturen noch weiter optimieren. Die Maxime dabei: mit der Ware möglichst nah am Kunden zu sein. Ein logistischer Vorteil gegenüber reinen Online-Händlern sind dabei die Märkte selbst. Sie dienen auch als kleine regionale Lager.

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Andere Varianten, mit denen Media-Saturn näher an den Kunden rücken will, sind Hub-Systeme mit einer zentralen Bündelung von Warenlieferungen oder das sogenannte Dropshipment, die Direktlieferung über Dritte. Für den Erfolg dieser Lösung braucht es neben strukturellen Veränderungen vor allem auch eine flexible IT-Lösung, die in der Lage ist, Standort und Verfügbarkeit der Waren in Echtzeit abzubilden. In Zukunft wird man bei der Elektrohandelskette daher auch weiter konsequent in die IT investieren.

In fünf Jahren wollen wir alles so weit optimiert haben, dass wir unsere Kunden jederzeit pünktlich bedienen können – zu einem von ihnen frei gewählten Zeitpunkt.

Klaus-Guido Jungwirth, Chief Operating Officer, Media-Saturn Deutschland

Frisches Lagerkonzept

Auf die Optimierung der Logistikstrukturen setzen auch die METRO-Vertriebslinien Real und METRO Cash & Carry, die vor allem Lebensmittel anbieten. Ziel dabei ist es, dem Bedürfnis der Kunden nach schneller Warenverfügbarkeit und größtmöglicher Qualität und Frische der Produkte noch besser nachzukommen. Mit der Optimierung des Lieferketten-Managements richtet sich die Logistik auch stärker auf neue strategische Geschäftsfelder von METRO Cash & Carry und Real aus: das Belieferungsgeschäft in der Gastronomie (Food Service Distribution – FSD), kleinere Shop-Formate in Innenstadtlagen oder das Online-Geschäft.

Im Zuge der Neuorganisation der Logistik werden zwei neue, modernere und größere Logistikcenter an den Standorten Kirchheim und Marl errichtet. Ergänzt werden diese Logistikcenter durch verschiedene andere Lager der METRO LOGISTICS sowie regionale FSD-Depots, aus denen zukünftig verstärkt die Belieferung der Gastronomiekunden von METRO Cash & Carry erfolgen wird.

„Im Rahmen der Standortauswahl für die neuen Logistikcenter spielten vor allem Kriterien wie Grundstücksgröße, Erschließungskosten, Grundbeschaffenheit, Eigentümerstruktur und Verkehrsanbindung eine wesentliche Rolle“, erläutert Jeroen Janssen Lok, Group Director Strategy Logistics Germany der METRO AG. „Im Zuge der Neuorganisation werden schrittweise auch alte Standorte geschlossen, die den Anforderungenan eine moderne Logistikstruktur aufgrund ihrer Lage oder ihrer veralteten baulichen  Infrastrukturen nicht mehr gerecht werden. Mit den neuen Logistikcentern schaffen wir den Anschluss an einen modernen Logistik-Standard und bieten zeitgemäße Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter“, verdeutlicht Janssen Lok.

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Lesen Sie mehr zum Thema Handelslogistik 4.0 im zweiten Teil des Handelsbrief Schwerpunkts.

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile: