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Tablet statt Schreibblock - Teil 1/2

METRO als Wegbereiter für die Digitalisierung der Gastronomie

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile:

Wie modernisiert man eine Branche mit vielen kleinen Unternehmern? Wie lässt sich die Arbeit für Gastronomen erleichtern und das Kundenerlebnis steigern? HOSPITALITY.digital  liefert Antworten – mit digitalen Lösungen und neuen Technologien.

Wenn Ludwig Horn die Bestellung seiner Gäste aufnimmt, bleiben Stift und Notizblock hinter der Theke. Der Berliner Gastronom nutzt stattdessen das digitale Tool Orderbird. Mit diesem wird die Bestellung auf einem mobilen Gerät aufgenommen, über das WLAN-Netz in die Küche gesendet und mit einem Tablet abgerechnet. Der Restaurantbesitzer hat seine Prozesse digitalisiert. 

Gastronomen arbeiten überwiegend offline

Damit zählt Ludwig Horn in der Branche der Hotels, Restaurants und Caterer (HoReCa) zu den Ausnahmen: Während die Digitalisierung in nahezu sämtlichen Lebensbereichen Einzug gehalten hat, arbeiten insbesondere kleine und mittlere Gastronomiebetriebe noch weitestgehend analog. Und das in einer Branche, die mit rund 11.000 Hotels, über 73.000 Restaurants und mehr als 13.000 Caterern in Deutschland täglich millionenfachen Kundenkontakt hat. Kunden, die digitale Technologien als Standard gewohnt sind.

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Gastronomen befürchten jedoch hohe Kosten und einen großen Zeitaufwand bei der Umstellung auf digitale Lösungen. Ludwig Horn hingegen ist sicher: „Vor dem digitalen Wandel braucht sich niemand zu fürchten.“Der Inhaber zweier Restaurants spricht aus Erfahrung. Ein Jahr nach Gründung des ersten Restaurants am Landwehrkanal in Berlin-Kreuzberg stieg Ludwig Horn auf digitale Lösungen um: „Mit der Zeit kamen immer mehr Gäste und es wurde schwieriger für mich, Abläufe kontrolliert zu steuern.“ Dies änderte sich mit dem Einsatz digitaler Lösungen. So wurden mit dem Kassensystem Orderbird Bestellungen beschleunigt und Bezahlvorgänge erleichtert. Neben Orderbird nutzt der Berliner Gastwirt auch den Personalassistenten FragPaul. Ein Tool, das unter anderem die Zeiterfassung, Schichtpläne und Lohnabrechnungen digitalisiert.

HOSPITALITY.digital treibt Innovationen und Digitalisierung voran

Tools wie Orderbird oder FragPaul sind erste Wegmarken der Modernisierung einer Branche, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat. Um Innovationen sowie Digitalisierung in der HoReCa- Branche voranzutreiben, wurde im Jahr 2015 HOSPITALITY.digital gegründet. HOSPITALITY.digital übersetzt Spitzentechnologien in nutzerorientierte Anwendungen und fördert dadurch Innovationen in Gastronomie und Handel. Um dies zu erreichen, arbeitet HOSPITALITY.digital an zahlreichen Initiativen und Projekten: von der Entwicklung digitaler Tools, über die direkte Kundenunterstützung bis hin zur Entwicklung und Umsetzung von Unternehmenskonzepten und Anwendungslösungen.

Unkompliziert von Analog zu Digital

Mit den von HOSPITALITY.digital entwickelten Lösungen können Gastronomen ohne viel Aufwand und technisches Vorwissen die ersten Schritte in die digitale Welt gehen. HOSPITALITY.digital bietet hierfür kostenfreie Einstiegslösungen wie zum Beispiel Tools zur Erstellung einer eigenen Gastronomie-Homepage oder zur Online-Tischreservierung an. Alle Tools werden gemeinsam mit Gastronomen entwickelt, um deren Bedürfnisse zu verstehen und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Verständliche Sprache und geringe Komplexität der Lösungen stehen im Mittelpunkt, um den Gastronomen eine schnelle Anwendung der Tools zu ermöglichen. Entsprechend diesem kundenfokussierten Ansatz werden die Gastronomen kontinuierlich zu Produkt, Verkaufsprozess und Kundenservice befragt und ihr Feedback für Optimierungen genutzt. 

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Praxistest in 500 Restaurants in Europa

Das passiert im Projekt METROpolitan Pilot. HOSPITALITY.digital bringt Innovatoren und Gastronomen zum Praxistest zusammen. Seit 2016 können 500 Restaurants in 5 europäischen Feinschmecker-Metropolen digitale Tools in ihrem Betriebsalltag anwenden: „Ob in Barcelona, Berlin, Mailand, Paris oder Wien – mit METROpolitan Pilot ermöglichen wir Kunden, Innovationen zu nutzen und auf deren Alltagstauglichkeit zu testen“, erklärt Tim Kruppe, Director Digital Projects bei HOSPITALITY.digital.

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In den Restaurants werden beinahe 70 Tools für sämtliche Gastronomiebereiche erprobt, von der Online-Reservierung über die smarte Speisekarte bis zum innovativen Abfallmanagement. Basierend auf den Ergebnissen aus dem Piloten optimieren die Start-ups ihre Produkte. Durchläuft ein Tool das Programm erfolgreich, kann es mehr Kunden angeboten werden. Für dieses Projekt hat HOSPITALITY.digital 2017 die Auszeichnung „Innovative Approach Award“ im Rahmen der Initiative„Startup Europe Partnership“ der Europäischen Kommission erhalten.

Ein Ergebnis dieser engen Kundeninteraktion ist auch ein Gastro-Management-Tool. Mit diesem Tool können Gastwirte in Echtzeit ihre Gewinne, Verkaufszahlen und die Umsatzprognosen der kommenden Tage mit einem Klick einsehen.

Dieser Artikel erschien auch im Handelsbrief 01/2018.

Auf unserer Plattform mpulse.de können Sie mehr über Ludwig Horn und den Personalassistenten FragPaul erfahren.

Bildnachweis Titelfoto: Adobe Stock/LIGHTFIELD STUDIOS
(Es ist nicht gestattet das Foto für eigene Zwecke herunterzuladen)

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile: