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"Weltweit für morgen handeln" - Teil 1/2

Schwerpunkt des Handelsbriefs 3/2017

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile:

In Rome do as the Romans do – was für Touristen gilt, hat auch für ein internationales Unternehmen wie METRO Gültigkeit. Bei ihren Aktivitäten in 35 Ländern steht METRO vor vielfältigen Herausforderungen und braucht individuelle Antworten.

Für METRO ist es Auftrag und Alltag, Lösungen zu entwickeln, die auf länderspezifische Gegebenheiten Rücksicht nehmen. Bei dem internationalen Handelsunternehmen hat Verantwortung viele Facetten: Sie reicht von der Unterstützung selbstständiger Unternehmer über den Schutz der Umwelt und die Stärkung der Lebensmittelsicherheit bis hin zur Förderung regionaler Angebote sowie dem Erhalt von Vielfalt und Tradition.

Den Mittelstand stärken – analog und digital

METRO ist Partner der vielen kleinen und mittelgroßen selbstständigen Unternehmen – ihr Erfolg steht im Mittelpunkt.

Beispiel Indien: Hier prägen über 12 Millionen Kiranas das Straßenbild. Kiranas sind traditionelle Läden, die von Einzelhändlern über Generationen hinweg geführt werden. Auf wenigen Quadratmetern stapeln sich die Produkte für den täglichen Bedarf bis an die Decke und machen die Läden zur Versorgungsquelle Nummer eins. 95 Prozent beträgt ihr Anteil am Einzelhandel – ohne Kiranas ist die Versorgung der indischen Bevölkerung undenkbar.

Unterstützung erhalten die selbstständigen Unternehmer von METRO. So bietet der Großhändler nicht nur ein großes Sortiment an Produkten, sondern unterstützt auch bei der Anschaffung digitaler Kassensysteme, um den Bezahlvorgang sicherer zu machen – eine praktische und wichtige Innovation. Auch bei Geldangelegenheiten hilft METRO. So vermittelt der Großhändler unkompliziert eine Finanzierung, wenn zum Beispiel ein Kirana-Markt modernisiert werden soll.

Die Gründungslücke überbrücken

Dass lokales Unternehmertum geschätzt wird, zeigt die METRO International Own Business Study, eine Untersuchung in zehn ausgewählten Ländern, darunter Frankreich und China. Nach dieser sprechen sich mehr als die Hälfte der Befragten dafür aus, unabhängige Unternehmer aus der Nachbarschaft zu stärken. Zudem zeigt die Untersuchung, dass 48 Prozent aller Befragten Interesse an einer eigenen unternehmerischen Tätigkeit haben – doch nur 13 Prozent sehen eine Unternehmensgründung als „sehr wahrscheinlich“ an.

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Um diese „Gründungslücke“ zu überbrücken, steht beispielsweise MAKRO Cash & Carry Polen mit dem ODIDO Franchise angehenden und bestehenden Selbstständigen im Bereich Einzelhandel zur Seite. „Das Konzept hilft den Händlern, ihre Lebensmittelläden ansprechend und effizient im Hinblick auf ihr Angebot zu gestalten“, erklärt Eric Poirer, CEO von MAKRO Cash & Carry Polen. „Mittlerweile zählen wir rund 2.000 Unternehmer, die an ODIDO teilnehmen“, so Poirer. METRO unterstützt etwa bei Finanzierungsfragen oder bei der Produktion professioneller Fernsehspots.

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Auch rund 500 Kilometer weiter im Osten, in Russland, braucht es eine passgenaue Lösung – wie die METRO Expo. Die Messe ist Plattform für lokale Unternehmer aus dem Gastronomie-Sektor, Landwirte, Lieferanten sowie Behörden und zählte 2017 fast 20.000 Besucher. Hier informieren sich Branchenvertreter über die aktuellen Innovationen im Handel und können sich in über 750 Seminaren oder Workshops weiterbilden.

Digitalisierung – eine einmalige Chance

Um zukünftig erfolgreich zu sein, führt auch im Food- und Hospitality-Sektor kein Weg an der Digitalisierung vorbei. METRO ist es daher ein Kernanliegen, dass ihre Kunden von den Chancen digitaler Innovationen profitieren. Ein Beispiel dafür findet sich unter den französischen METRO Cash & Carry Märkten. Hier können Kunden mit der METRO Scan App ihre Einkaufsliste digital erstellen. Im Markt steht den Kunden der digitale Einkaufszettel auf Scangeräten zur Verfügung, sodass die gewünschten Produkte problemlos zusammengestellt werden können. So kann der Einkauf schnell erledigt werden und die Kunden können sich auf ihr Geschäft kon-zentrieren.

Unternehmensübergreifend beschäftigt sich die Geschäftseinheit HoReCa Digital mit der Entwicklung und Förderung digitaler Innovationen in der Gastronomie. Im Bereich HoReCa Digital sind auch die Start-up Förderprogramme der METRO angesiedelt. 

Umweltschonend mit E-Fahrzeugen und Vertical Farming

Schnelligkeit – das ist das Stichwort in der Belieferung der METRO Kunden. Dass wirtschaftliches Handeln und Umweltschutz dabei gut zusammenpassen zeigt der Belieferungsservice METRO Express in Wien. Er beliefert Gastronomen CO2-neutral mit Elektrofahrzeugen – die Waren sind innerhalb von 3 Stunden bei den Kunden.

METRO schützt das Klima nicht nur auf der Straße, sondern auch in den METRO Cash & Carry Märkten, etwa mit dem Konzept des „Vertical Farming“, das seit 2015 in einem der Berliner METRO Märkte erprobt wird. Dabei werden Kräuterpflanzen und Salat in kleinen Gewächshäusern direkt im Markt angebaut. Lieferwege und damit verbundene Emissionen bleiben aus. „Mit Vertical Farming gehen wir neue Wege beim Thema Lebensmittelherkunft und -produktion und bringen unseren Kunden vor Ort im Markt nachhaltige Lebensmittel nahe“ erklärt Fabio Ziemßen, Head of Food Innovation and Food-Tech bei METRO. Erste Gastronomen nutzen das „Vertical Farming“-Konzept bereits um Kräuter und Salate direkt in ihrem Restaurant anzubauen. „So werden weniger Lebensmittel verschwendet, weil nur jene Produkte angebaut werden, die auch tatsächlich auf den Teller kommen“, verdeutlicht Fabio Ziemßen. 

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Bei Real werden mit dem Permakultur-Konzept Ressourcen und Umwelt bereits auf den Gemüsefeldern und Obstplantagen geschont. Diese ökologische Anbaumethode verzichtet auf Dünger, Pestizide sowie Zusatzstoffe und trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Mit Avocado, Radieschen, Möhren und weiteren Produkten bietet das Real Sortiment zahlreiche Obst- und Gemüsesorten aus Permakultur – so, wie die Natur sie geschaffen hat.

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Ein Gewächshaus im METRO Cash & Carry Markt Berlin Friedrichshain: Beim "Vertical Framing " werden Kräuter und Salate direkt im Markt angebaut. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt.

Dieser Artikel erschien auch im Handelsbrief 03/2017.

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile: