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Der Kunde gewinnt - Teil 2/2

Innovation braucht Freiräume

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile:

Digitale Innovationen sind ohne die Nutzung von Daten heute kaum vorstellbar. Daten bilden die Grundlage für zahlreiche Technologien und Geschäftsmodelle. Für den Umgang mit diesen Daten braucht es einen klaren rechtlichen Rahmen, ohne dass Überregulierung entsteht - denn Innovation braucht Freiräume.

Datenschutz first

„Digital first, Bedenken second“ ist keine Option beim vertrauensvollen Umgang mit Kundendaten. So wurde bei der METRO im Zuge der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein konzernweites Projekt aufgesetzt, um die neuen Regelungen zum sicheren Umgang mit Daten in allen Konzerngesellschaften umzusetzen und das Bewusstsein für Datenschutz intern zu stärken.

Auch für METRO Kunden aus der HoReCa-Branche war die DSGVO eine immense Herausforderung: Vor dem Inkrafttreten der Verordnung mussten eine Vielzahl von Zugriffsrechten, Einwilligungen und Löschkonzepten erstellt werden. Auf der konzerneigenen Internetseite „Digitales Hauptstadtbüro“ unterstützte METRO ihre Partner mit Hinweisen und Ratschlägen zum Thema. In Zukunft wird dieser Austausch von Know-how immer wichtiger werden.

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Wie dürfen Daten genutzt werden?

Der richtige Umgang mit Daten braucht einen rechtlichen Rahmen. Es darf aber nicht überreguliert werden – denn Daten sind für digitale Innovationen unverzichtbar. Mit ihnen werden Prozesse optimiert oder kundenspezifische Angebote ermöglicht. Die Zahlen sprechen für sich: In einer Studie des Digitalverbands Bitkom (Mai 2018) gab fast jedes 2. Unternehmen (46%) an, dass personenbezogene Daten die Grundlage seines Geschäftsmodells sind. Ohne Daten gäbe es auch keine Künstliche Intelligenz (KI). Denn KI wird mit Daten gefüttert, um von Algorithmen berechnete Entscheidungen stetig zu verbessern.

Bei METRO wird KI bereits zum Vorteil von Gastronomen eingesetzt – sie erhalten beispielsweise individualisierte Angebote. METRO selbst optimiert mit KI die Sortimentsverwaltung und Prozesse entlang der globalen Lieferkette. Timo Salzsieder, CEO des METRO Softwareunternehmens METRONOM, erklärt, was uns in Zukunft erwartet: „Künstliche Intelligenz wird sämtliche Bereiche bei METRO beeinflussen, ob im Markt, online mit Chatbots oder bei der Lieferung an den Gastronomen.“ 

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Digitalpolitik braucht Weitblick

Schon vor dem Bau eines Marktes können Kunden mithilfe von Virtual Reality mitgestalten; dank „Instore Navigation“ und M|SHOP können sie ihren Einkauf besser organisieren und mithilfe von digitalen Kassensystemen Zeit sparen. Die Zukunft ist also effizienter dank digitaler Innovationen. Auch Verwaltungsaufgaben im Nachgang des Einkaufs werden durch Blockchain und KI erleichtert. Der Handel digitalisiert sich vom Einkaufszettel bis zur Kasse und darüber hinaus.

Umso wichtiger ist es, dass Digitalthemen sowohl in Deutschland als auch in der EU ganz oben auf der politischen Agenda stehen: Der digitale Binnenmarkt muss vorangebracht werden. In Deutschland können die Einrichtung des Kabinettsausschusses für Digitalisierung oder der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“ dabei nur wesentliche erste Schritte sein. Aber wie auch immer Digitalisierung in den nächsten Schritten politisch gestaltet wird: Innovationen brauchen Freiraum und erfordern eine Digitalpolitik mit Weitblick, damit nicht kaputt reguliert wird, was noch gar nicht erfunden ist.

Dieser Artikel erschien auch im Handelsbrief 02/2018.

Bildnachweis Titelfoto: Adobe Stock: wavebreak3

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile: