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Fünf Fragen - fünf Antworten

Geschmacksfrage mit ... Christian Böttcher

Mit der "Geschmacksfrage" stellen wir regelmäßig Akteure aus dem politischen Berlin vor und vermitteln so einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Hauptstadtinteressen. Heute im Interview: Christian Böttcher, Leiter Public Affairs und Kommunikation beim Handelsverband Lebensmittel (BVLH).

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Christian Böttcher

METRO GROUP: Herr Böttcher, welches Lebensmittel darf zu Weihnachten bei Ihnen nicht fehlen?

Christian Böttcher: Ente, am liebsten mit Klößen und Rotkohl. Dieses Gericht gehört für mich zu Weihnachten wie Uli Hoeneß zu Bayern München.

METRO GROUP: Auf was legen Sie Wert beim Kauf dieses Lebensmittels? 

Christian Böttcher: Es ist Familientradition, dass unsere Weihnachtsente vom Bauernhof aus dem Nachbarort stammt. Und obwohl ich nicht zu denen gehöre, die Regionalität für die Allzweckwaffe zur Rettung der Erde halten, möchte ich auf diesen Brauch nicht verzichten.    

METRO GROUP: Die Minderung der Lebensmittelverschwendung ist eine Aufgabe, die auch 2017 Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigen wird. Welche Schritte sehen Sie als notwendig hierfür an? 

Christian Böttcher: Zuerst einmal: Der Handel hält die Verluste gering, weil die Warenbedarfsplanung immer besser wird und die Unternehmen vertrauensvoll mit karitativen Organisationen zusammenarbeiten. Art und Umfang der Präventionsansätze müssen sich an den Verlustmengen entlang der gesamten Lebensmittelvermarktungskette orientieren. Erfolg versprechend ist aus meiner Sicht vor allem Aufklärung. Man muss aber nicht nur die Hirne sondern auch die Herzen der Menschen erreichen. Verhaltensänderung setzt Überzeugung voraus – und die war noch nie reine Kopfsache.

METRO GROUP: 2017 ist auch das Jahr der Bundestagswahl – haben Sie Wünsche an die Politik in Bezug auf Ihre Branche? 

Christian Böttcher: Oh ja. Die Wähler der Parteien sind die Kunden des Handels. Ihre Ansprüche an Lebensmittel und deren Einkauf bestimmen unser Handeln: in der Lieferkette, gegenüber Politik und Gesellschaft. Kundenwünsche und Marktwirtschaft definieren den Beitrag des Lebensmittelhandels zur Lösung von ernährungs- und agrarpolitischen Problemen. Lebensmittelpolitische Entscheidungen dürfen daher nicht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit getroffen werden. Sie müssen vielmehr darauf gerichtet sein, die Wettbewerbsorientierung der Lebensmittelkette zu sichern. Das bedeutet auch, dass Wertschätzung für Lebensmittel nicht losgelöst vom Nutzen der Produkte für die Kunden gedacht werden kann.

METRO GROUP: Ihr nächster Termin heute?

Christian Böttcher: Den habe ich mit meinem Schreibtisch. Kurz vor den Feiertagen scheinen diejenigen, die noch im Büro sind (allen anderen sei der Urlaub von Herzen gegönnt) die Zeit bis zu den Feiertagen vor allem dafür zu nutzen, die Themen abzuarbeiten, die bisher liegen geblieben sind.

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e. V. (BVLH) ist im Handelsverband Deutschland (HDE) der Fachverband für die Lebensmittelarbeit. Er wahrt die lebensmittelpolitischen Interessen der Mitgliedsunternehmen gegenüber Gesetzgebung, Behörden und Öffentlichkeit. Auf diesem Gebiet ist der BVLH der Ansprechpartner für Politik, Medien, Verbraucherorganisationen und die Verbände der vorgelagerten Wirtschaftsstufen.

Quelle Titelbild: Flickr Creative Commons - Foto by Oxfordian 

Bianca Maley

Informationen zum Autor

Bianca Maley arbeitet im Bereich Konzernkommunikation und Politik in Düsseldorf und war von April 2016 bis Dezember 2017 als Referentin im Konzernbüro Berlin der METRO tätig.