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"Verbraucher haben das Recht zu wissen, was drin ist"

Die Thesen der 2. Düsseldorfer Mittwochsgesellschaft

Renate Künast, MdB und Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag, ist am 8. Juni 2016 zu Gast bei der 2. Düsseldorfer Mittwochsgesellschaft des Handels. Die Thesen zum Thema: „Nachhaltiger Konsum – wie funktioniert das?“ können Sie hier schon vorab einsehen und kommentieren.

You can find an English version of the theses for the 2nd Düsseldorfer Wednesday Social here. Please feel free to comment below also in English.

These 1: Länder müssen aktiv werden

Das Klimaabkommen von Paris und der UN-Beschluss von New York zu den Sustainable Development Goals in 2015 haben allen Ländern weltweit einen klaren Auftrag zu mehr Nachhaltigkeit gegeben. Dazu gehört nun auch, dass die Länder aktiv werden, um nachhaltige Produktion und nachhaltigen Konsum zu fördern.

These 2: Alle müssen mitmachen

Nachhaltiger Konsum kann nur funktionieren, wenn alle mitmachen: Verbraucher durch ihr Einkaufsverhalten, Unternehmen durch die transparente Bereitstellung nachhaltiger Produkte und durch nachhaltige Produktionsweisen. Politik, indem sie die notwendigen Rahmenbedingungen und Regulierungen dafür schafft.

These 3: Verantwortung

Verantwortlich für Nachhaltigkeit und nachhaltigen Konsum sind nicht nur die Verbraucher, sondern Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gleichermaßen.

These 4: Klare Informationen

Verbraucher haben das Recht zu wissen, was drin ist. Sie benötigen klare Informationen, um sich bewusst für nachhaltige Produkte entscheiden zu können. Die Produkte müssen einfach erkennbar, verlässlich und gut auffindbar sein, damit sie zur ersten Wahl werden können. Dafür müssen Unternehmen und Politik sorgen.

These 5: Wahrheit

Produktpreise müssen die Wahrheit sagen. In die Preisbildung müssen auch externe Kosten wie zum Beispiel Umweltbelastungen einfließen.

These 6: Transparenz- und Sorgfaltspflichten

Unternehmen müssen nachhaltige Produktionsweisen sicherstellen und gewährleisten. Sie müssen für Transparenz- und Sorgfaltspflichten in der Lieferkette sorgen. Die Politik muss dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen.

These 7: Glaubwürdigkeit und dauerhafte Kundenbindung

Das Bereitstellen von nachhaltigen Produkten ist keine Einschränkung des Handels, sondern befriedigt ein immer größer werdendes Verbraucherbedürfnis. Das Angebot von nachhaltigen Produkten führt zu Glaubwürdigkeit und einer dauerhaften Kundenbindung. Unternehmen können sich damit positiv von Mitbewerbern abheben.

These 8: Unsere Zukunft

Damit wir und unsere Nachkommen noch lange gesund und friedlich auf diesem Planeten leben können, ist ein achtsamer, umweltbewusster und nachhaltiger Lebensstil unabdingbar. Siehe These 1.

Bild: Laurence Chaperon, Pressefoto Webseite Renate Künast

Julia Bleifeld

Informationen zum Autor

Julia Bleifeld ist in der Konzernzentrale der METRO tätig und war von Oktober 2014 bis Juli 2017 Referentin für westeuropäische und EU-Politik der METRO.