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"Das Bild des informierten, verantwortlichen Verbrauchers ist das richtige Leitbild"

Gerd Billen sprach auf der 13. Mittwochsgesellschaft

Gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland e.V. (HDE) und dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) veranstaltet die METRO GROUP nach dem Vorbild der Berliner Salon-Kultur vier Mal im Jahr die „Berliner Mittwochsgesellschaft des Handels“.

Oberster Verbraucherschützer Gerd Billen sprach bei der 13. Mittwochsgesellschaft des Handels

Am 16. Januar 2013 veranstaltete die METRO GROUP in Berlin die 13. Mittwochsgesellschaft des Handels. Im Atrium des Verbändehauses von HDE und BGA sprach der Referent Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), zum Thema „Was hilft Verbrauchern? Eine Bilanz von Lebensmittelklarheit.de und der Verbraucherpolitik“. Im Anschluss diskutierten die rund 150 Gäste über das Vertrauen in Lebensmittel, ihre Kennzeichnung und die wichtige Rolle des Handels.

Noch nie war die Lebensmittelqualität in Deutschland so hoch wie heute und doch wurde sie selten so kritisch diskutiert. Mit dieser Dissonanz und möglichen Lösungsansätzen befasste sich die 13. Mittwochsgesellschaft des Handels. „Das Misstrauen entsteht unter anderem dadurch, dass Verbraucher sich durch die Aufmachung von Lebensmitteln getäuscht fühlen“, so die These von Gerd Billen. Die Bewerbung des Inhalts entspräche mitunter nicht den tatsächlichen Zutaten, manche Markennamen mit regionalem Bezug seien irreführend. Hinzu käme die Schwierigkeit der Verbraucher, bestimmte Qualitätseigenschaften von Lebensmitteln zu erkennen. „Man sieht dem Kotelett nicht an, ob es das Schwein halbwegs gut hatte und ob die Kuh von der Wiese träumt oder draufsteht“, so der vzbv-Vorstand. Zudem kritisierte Billen, dass die Lebensmittelwirtschaft ihre Themen aggressiver vortrage als beispielsweise die Energiewirtschaft.

Man sieht dem Kotelett nicht an, ob es das Schwein halbwegs gut hatte und ob die Kuh von der Wiese träumt oder draufsteht

Von der Lebensmittelindustrie und dem Handel forderte Billen mehr Klarheit bei der Warenkennzeichnung: „Was drin ist, sollte drauf stehen, was drauf steht, sollte drin sein und die Informationen sollten verständlich und lesbar sein.“ Zugleich seien aber auch die Verbraucher gefordert, sich mehr mit der Realität in der Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung auseinanderzusetzen. Zusammen mit zahlreichen Unternehmen, darunter auch der METRO GROUP, hat der vzbv hierfür ein Bündnis für mehr Verbraucherbildung ins Leben gerufen. „Wir sind der Auffassung, dass Verbraucherbildung in Schulen einen viel größeren Stellenwert erhalten muss“, so Billen. „Wenn 30% der Schüler zwischen 10 und 16 Jahren der Auffassung sind, dass ein Huhn mehr als sechs Eier am Tag legt, dann haben wir Handlungsbedarf.“

Ausdrücklich gelobt wurde die Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung in Deutschland. „Unternehmen wie die METRO GROUP können sehr genau sagen, wo ihre Produkte herkommen“, so Billen, „hier haben wir einen sehr hohen Standard.“

Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Abends:

Informationen zum Autor

Alexandra Czarnecki war von Januar bis März 2015 Praktikantin im Berliner Konzernbüro der METRO.