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"Wir benötigen Indikatoren, die das Wohl aller Menschen sowie die Umwelt und Natur im Blick haben"

Die Thesen der 32. Berliner Mittwochsgesellschaft

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile:

Wenn Prinzipien einer sozialen Marktwirtschaft ausgehöhlt werden, stellt sich auch die Frage, wie zukünftige Leistungsindikatoren zu definieren sind und was Unternehmen tun müssen, um in der modernen Welt bestehen zu können – im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft. Diesen Fragen widmet sich Frau Trinkwalder als sozialökologische Unternehmerin seit Jahren und wir freuen uns, ihre spannenden Thesen gemeinsam diskutieren zu können.

These 1: Aufgrund des neoliberalen Kapitalismus und des Globalisierungsdrucks haben sich Unternehmen in vergangener Zeit mehr und mehr von der sozialen Marktwirtschaft, in der das Wohl und der wachsende Wohlstand aller Menschen im Mittelpunkt steht, abgewandt.

These 2: Der Preis einer globalisierten Shareholder-Wirtschaft ist der Verlust von Verantwortung für das Gemeinwesen. Dies bringt eine asoziale Welt hervor, eine societas non socialis, kurz: ein Haufen egoistischer Individuen, die verantwortungslos ihrem ureigenen Vorteil nachjagen.

These 3: Das stets geforderte und verfolgte quantitative Wachstum ist in saturierten Märkten nicht mehr „lastenfrei“ erreichbar: Raubbau an der Natur sowie Zerstörung der Umwelt auf Kosten der nächsten Generationen werden zum Standard.

These 4: Um wieder eine Anknüpfung der Wirtschaft an die Gesellschaft zu erreichen, muss die Fragmentierung unserer Gesellschaft erst einmal aufgelöst werden. Dies wird durch das Recht eines jeden Menschen in einer Leistungsgesellschaft auf Erwerbstätigkeit ermöglicht.

These 5: Wir benötigen die Definition neuer Leistungsindikatoren (KPIs) zur Beurteilung, wann ein Unternehmen als „erfolgreich“ gilt. Es dürfen nicht mehr nur monetäre Gewinne und Dividenden Maßstäbe sein. Wir benötigen Indikatoren, die das Wohl aller Menschen sowie die Umwelt und Natur im Maß und Blick haben. Die Frage nach den Kosten muss der Klärung des Bezahlens weichen: Zerstörung von Gesellschaft und Umwelt darf nicht den nachfolgenden Generationen angelastet werden.

Andrea-Louise Müller

Informationen zum Autor

Andrea-Louise Müller ist als Leiterin Volkswirtschaftliche Analysen im Berliner Konzernbüro der METRO tätig.

Dieser Artikel umfasst mehrere Teile: