30. Juli 2018

"Frischer geht's nicht!" - Lars im Markt Kapitel 1

Die Sommer-Digitalkolumne 2018

Während der Parlamentarischen Sommerpause besucht der Leiter Nationale Politik aus dem Hauptstadtbüro der METRO AG verschiedene Märkte und berichtet in dieser Digitalkolumne von seinen Erlebnissen rund um die Themen, die das Büro politisch beschäftigen und die 21 Millionen Kunden unseres Unternehmens bewegen.

Lars im Markt Logo
Während der Rest Berlins noch schläft, radele ich an der East-Side-Galerie vorbei, am Ostbahnhof biege ich scharf ein. Noch ein paar Feierwütige aus dem nahegelegenen Berghain umkurvt und der METRO-Markt an der Ostbahn kommt in Sicht. Mein erster Markttag startet!

Markt Friedrichshain
Store Manager Mario Berger nimmt mich in Empfang und reicht mir eine Thermo-Weste: „erster Tag – heute machen wir in Frische“. Er bringt mich in den hinteren Teil des 14.500 qm großen „Friedrichshainer Büdchens“ zum Frischebereich. Beim Betreten der Kältekammern, die nur für Mitarbeiter zugänglich sind, verstehe ich dann auch, wofür die Weste gut ist: Bei Temperaturen von 2 bis 7 Grad braucht es ausreichenden Kälteschutz.
Mario Berger

Es ist eine echte Herausforderung, Qualität und damit auch Frische bei Lebensmitteln jederzeit zu garantieren.

Store Manager Mario Berger

Die Herausforderungen von frischen Lebensmitteln werden insbesondere an diesen heißen Sommertagen in der Hauptstadt klar. Mir wird erklärt, dass auf die Einhaltung der Kühlkette penibel geachtet wird: dies gilt nicht nur für Produktion, Transport, Wareneingang und Verräumung, sondern insbesondere für die permanente Überwachung der Temperatur bei der Lagerung in den Verkaufsmöbeln. Hackfleisch beispielsweise muss konstant auf 2 Grad gekühlt werden und wird hinsichtlich Farbe und Textur ständig überprüft. Nur so ist ein Maximum an Frische für den Kunden möglich.

 

Insbesondere Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fleisch und Fisch sind anfällig für Verderblichkeit – hier muss  schnell gearbeitet und dauerhaft gekühlt werden. Im Friedrichshainer Markt, der vor allem die zahlreichen Gastronomiebetriebe in den Szenebezirken Kreuzberg, Friedrichshain und Prenzlberg versorgt, kommt es auf hervorragende Qualität an.

Markt mit Kisten

Im Friedrichshainer Markt geht es im Übrigen noch frischer als frisch zu: Gleich bei O+G steht die „vertikale Farm“ des Berliner Start-Up-Unternehmens infarm. Der METRO-Markt in Friedrichshain erkannte schon 2016 als einer der frühen Kooperationspartner das Potential der Idee: als europaweit erster Großmarkt installierte er das Indoor-Gewächshaus des jungen Unternehmens.

 

In der futuristisch anmutenden Plexiglas-Box, welche das Mini-Gewächshaus beherbergt, reifen verschiedene Arten von Kräutern und Salaten unter Idealbedingungen heran: in einer nähstoffreichen Wasserschicht, bestrahlt mit sanftem UV-Licht und digital gesteuert. Keine Pestizide und unnötige Verpackungen. Ein Griff des Mitarbeiters in den Indoor-Kräutergarten genügt, und schon halte ich einen sattgrünen Strauch Basilikum in der Hand – frischer geht’s nicht!

 

Vertical Farming

infarm sorgt dabei nicht nur eine nachhaltige Erzeugung und zufriedene Kunden, sondern geht auch eine der drängendsten Zukunftsfragen der Menschheit an: Wie ernähren wir 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050?

 

Die dezentralisierte Nahrungserzeugung mit Vertical Farming kann einen Teil der Lösung darstellen. Die Gründer von infarm planen bereits die gesamte Versorgung in Großstädten durch Indoor-Farming. Sie wollen die Metropolen dieser Welt frischer als frisch machen – finde ich gut! In Berlin alleine reifen Kräuter und Salate bereits in mehr als 30 Restaurants, Kantinen, Super- und Großmärkten heran.

 

Infarm Beispiel
Im Restaurant GOOD BANK in Berlin-Mitte nimmt der Gast direkt zwischen den Gewächshäusern Platz und die Mitarbeiter garnieren die Flatbreads, Suppen und Food-Bowls mit nur einem Griff in den Kräuter- und Gemüsegarten. Pro Tag werden dort fast 100 Salatköpfe geerntet, darunter die Eigenkreationen Salanova Butterhead und Salanova Chocolate Oak.
 
Im GOOD BANK kommt man auch auf seine Kosten, wenn man seinen Salat so wie ich lieber als Beilage genießt: Huhn und Rindfleisch aus artgerechter Tierhaltung gehören ebenso zum Menü des Restaurants wie hochwertiger, schottischer Lachs.

Die Ansprüche hinsichtlich des Konsums und dem Einkauf von Lebensmitteln sind stark gestiegen; Frische, Verfügbarkeit und hohe Qualität werden vorausgesetzt. Welch großer Aufwand und welche Professionalität notwendig ist, um dies tagtäglich zu erfüllen, hat mir mein erster Tag im „Friedrichshainer Büdchen“ eindrucksvoll vor Augen geführt.

 

Unsere Gastronomen verfolgen dabei das gleiche Ziel wie wir: zufriedene Kunden mit einem Maximum an Frische und Qualität. Dabei teilen wir auch die Herausforderungen, denen wir uns durch gegenwärtige und zukünftige Veränderungen gegenübersehen. Der Indoor-Kräutergarten von infarm macht klar: Innovation muss unterstützt, geteilt und zugänglich gemacht werden, dann hat sie das Potential, für „frischen Wind“ zu sorgen und die großen Fragen von morgen anzugehen.

 

Good Bank Restaurant

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