Lebensmittelproduktion – Auswirkungen auf die globalen Wälder
13. Mai 2022Positionspapier zu entwaldungsfreien Produkten und Lieferketten

Als europäischer Lebensmittelgroßhändler übernehmen wir Verantwortung für unsere Lieferketten. Indem wir unsere Beschaffungsmethoden für diese Rohstoffe umstellen, tragen wir dazu bei, Landnutzungsänderungen und die Abholzung von Wäldern zu beenden. Ein entscheidender Hebel ist dabei, unsere Kunden aus Gastronomie und Einzelhandel in die Lage zu versetzen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. Zu unseren eigenen Maßnahmen gehören individuelle Beschaffungsrichtlinien für die entsprechenden Rohstoffe bei unseren Eigenmarkenprodukten. Unser Ziel ist es, 100 Prozent des Palmöls und der Papier- und Holzprodukte bis 2023 aus Quellen ohne Abholzung zu beziehen sowie Soja (einschließlich Tierfutter) aus Südamerika bis 2025. Wir streben dabei 100 Prozent als entwaldungsfrei zertifizierte Produkte an.

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Im November 2021 hat die Europäische Kommission eine neue Verordnung zur Minimierung der von der EU verursachten Entwaldung veröffentlicht. Ziel ist es, Produkte, die im Zusammenhang mit Entwaldung stehen, vom EU-Binnenmarkt fernzuhalten und Sorgfaltspflichten für EU-Unternehmen einzuführen. Wir begrüßen diese Bemühungen, gleiche Bedingungen für alle Unternehmen zu schaffen, die auf dem EU-Binnenmarkt tätig sind. Von zentraler Bedeutung ist, dass Unternehmen die volle Verantwortung für ihre eigenen Produkte übernehmen. Die EU kann die Rodung von Wäldern jedoch nur dann erfolgreich reduzieren, wenn wir mit gleichgesinnten Partnern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, um die Einhaltung hoher Standards weltweit zu gewährleisten. Außerdem ist für den Erfolg entscheidend, dass Erzeuger und Erzeugerländer in den Prozess einbezogen werden.
