3. Dezember 2019

Auszeichnung und Ansporn zugleich – METRO ehrt erstmals nachhaltige Gastro-Initiativen

METRO Preis für nachhaltige Gastronomie

Am 21. November vergab METRO Deutschland erstmalig den METRO Preis für nachhaltige Gastronomie in Düsseldorf und bot damit Gastronominnen und Gastronomen eine Bühne, die Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb leben und so zeigen, dass Nachhaltigkeit keine Worthülse, sondern eine essenzielle Zutat ist

Die Finalisten

Ob regional, saisonal, ökologisch, ob Waste-Management oder faire Bezahlung – viele Gastronomen setzen in ihrem Betrieb auf Nachhaltigkeit und kommen damit den Ansprüchen ihrer Gäste entgegen. Wie die Fridays-for-Future-Bewegung eindrucksvoll zeigt: Umwelt- und Klimaschutz ist für die Gesellschaft zunehmend wichtig und mit unserer Art zu essen, treffen wir bei jeder Mahlzeit eine Wahl.

So vielfältig Nachhaltigkeit in den Gastronomiebetrieben umgesetzt werden kann, so unterschiedlich waren auch die Bewerbungen zum METRO Preis für nachhaltige Gastronomie. Das siebenköpfige Juryteam bestehend aus der Gastronomin Laura Müller, der DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges, der Wirtschaftsredakteurin der Rheinischen Post Düsseldorf Nicole Müller, dem Co-Gründer der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis Dr. Florian Wecker und verschiedenen METRO Vertretern hatte die schwierige Aufgabe, seine drei Favoriten aus einer Vielzahl innovativer und nachhaltiger Gastronomiekonzepte zu küren.

Die drei Finalisten stellen sich dann nach einem jeweils siebenminütigen Pitch und einer ebenso langen Fragerunde mit Jury und Publikum dem Votum der anwesenden Gäste bei der Preisverleihung in Düsseldorf. Das Rennen machte dabei das Berliner Restaurant „DingsDums Dumplings“, vertreten durch Mitgründer Mauritz Schröder. Das Restaurant setzt auf Teigtaschen, die zu rund 80 Prozent aus geretteten Lebensmitteln hergestellt werden.

Mit den Teigtaschen haben Mauritz Schröder und seine Mitstreiter einen innovativen Weg gefunden, aus überschüssigen Lebensmitteln täglich wechselnde, leckere neue Kreationen zu machen. Durch das Schockfrosten der Teigtaschen sind diese zudem lange haltbar und flexibel einsetzbar – sei es im Restaurant selbst oder bei Caterings. Nicht nur die Gäste in Berlin-Kreuzberg fliegen auf die nachhaltigen Teigtaschen, sondern auch die Jury und Gäste des METRO Preises für nachhaltige Gastronomie waren überzeugt von der kreativen Art der Foodwaste-Vermeidung.

 

DingsDums Dumplings

Mauritz Schröder präsentiert DingsDums Dumplings; © Dariusz Misztal

Fischküche Reck

Doris Reck-Hartmann präsentiert die Fischküche Reck; © Dariusz Misztal

Der zweite Preis ging an die Fischküche Reck. Mit einem leidenschaftlichen Pitch zeigte Doris Reck-Hartmann, dass sie und ihr Team Nachhaltigkeit leben und die Liebe zur Tradition nicht Stillstand bedeutet. Seit 1828 ist das Gasthaus bereits im Besitz der Familie Reck. Das Traditionshaus setzt in Sachen Nachhaltigkeit nicht nur auf regional und saisonal geprägte Küche, sondern auch auf Abwärme einer benachbarten Biogasanlage zum Heizen, modernste Küchenausstattung, hochwertige und langlebige Eichenholztische statt wasch- und bügelintensiver Tischwäsche und digitale Tools. Getestet wurde bereits ein Windrad für die Eigenstromerzeugung und wer mit E-Auto oder E-Bike nach Möhrendorf kommt, wird demnächst am Gasthaus aufladen können.

Den dritten Platz belegte Stefan Burghart, der mit der Betriebsgastronomie der Allianz SE nominiert war. Bereits seit 10 Jahren arbeitet das dortige Team intensiv daran, Schritt für Schritt nachhaltiger zu werden – sei es bei Tierwohl, effektiver Resteverwertung oder Müllvermeidung. Diese gelingt zum Beispiel durch ein cleveres Mehrwegbechersystem, mit dem bisher über 6,5 Millionen Einwegbecher eingespart werden konnten. Sowohl die Jury, als auch das Publikum befanden dies als wegweisend preisverdächtig.

Betriebsgastronomie der Allianz SE

Stefan Burghart präsentiert die Betriebsgastronomie der Allianz SE; © Dariusz Misztal

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